Selbstgesetzte Unfreiheit

Selbstgesetzte Unfreiheit
Die Liebe aus männlicher Sicht ist weniger ein Ding als ein abstraktes Etwas. Etwas was da ist, weil es so benannt wird. Und was von etwas anderem abstrahiert, resp. diesem zufügt. Dem Sex. Den würde Mann wohl als ein Ding akzeptieren. So ein Ding – Sex. Wie auch immer. Es gibt wohl kaum ein besseres Thema um die unterschiedlichen Sichten von Mann und Frau darzustellen. Frau lebt „im falschen Kosmos“ habe ich daher dieser Tage auch einen Blogeintrag betitelt.

Merkwürdig, dass ich darauf eigentlich gar keine Antwort bekam. Entweder wird das als banale Weisheit angesehen oder eben – in seiner Provokation – gar nicht verstanden.
Auch im privaten Umfeld stoße ich da eher auf Missverständnisse. Nicht wenige glauben gar, dass eine Frau nur guten Sex haben will. Und dann wäre sie schon im „richtigen Kosmos“. Mag sein, dass das ein ganz tauglicher Versuch ist, zwischen den Kosmen zu „tunneln“. Nur reicht das halt nicht aus. Nicht selten herrscht danach die gleiche Sprachlosigkeit wie zuvor.

Es führt zu nichts. Wir müssen wohl über das Thema Liebe (und Sex) offener reden. (Gott kann da einstweilen auch nicht helfen, denn die göttliche Liebe lenkt dabei ebenso ab, wie die Liebe zwischen Mutter und Kind, Vater und Kind oder Geschwistern)

Also was ist das für ein Ding, diese Liebe (diese geschlechtliche)? Wie fühlt sie sich an? Ist sie wirklich mehr als ein uns täuschendes Spiel der Hormone? Und wenn ja, wäre es die Gesellschaftlichkeit, die sich dahinter verbirgt, also eine gewisse gesellschaftliche Konvention, die das machte? Bzw., ist diese Konvention gar selber eine Illusion? Gibt es überhaupt eine solche zwischen Mann und Frau – ob der verschiedenen Kosmen (ob ihrer Antagonismen)? Oder, und ich sage es ganz provokant: Ist diese Konvention nicht einfach nur das zynisch formulierte Recht des Stärkeren? Der eigentliche Akt der Vergewaltigung, der somit jeder Liebe vorhergeht? (Ich denke Frau Schwarzer, würde das so formuliert haben – in ihren jüngeren Tagen.) Und liegt darin nicht die Quelle um des Irrens um das Thema Liebe?
Betrug und Selbstbetrug sind da zwei mögliche Prädikate zu dieser Liebe. Die, solange sie nicht eingestanden sind, Liebe unmöglich machen. Bzw. Liebe auf das reduzieren, was sie zwangsläufig dann ist. Kampf! Kampf um die Macht. Kampf um die Einsicht. Kampf um den Selbstwert. Kampf um das Glück (was auch immer das sei). Kampf um die nackte Existenz. Hoffnung, Verzweiflung. Selbstgesetztes Unglück. Ja Lieblosigkeit. Rache. Hass und Verachtung. Pure Notwendigkeit. Vielleicht, denn ohne völlige diesbezügliche Einsicht. Selbstgesetzte Unfreiheit daher.

Warum gekürzt?
Hallo, Frau Maltzahn, ich danke Ihnen, dass Sie meinen Beitrag gesendet haben. Doch warum haben Sie ihn gekürzt? Zudem dies, ohne das zu kennzeichnen? Was stört Sie an den ersten drei Absätzen? Halten Sie das für unwesentlich, was ich hier zum Diskurs zwischen Mann und Frau sage?

faz.net/blogs/ding/archive/2011/08/31/gott-und-die-liebe-das-ding

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