Nicht gleich absolute Verschmelzung

Na klar. Lena Bopp. Macht hier auf Feministin, aber unterdrückt den kritischen Diskurs. Womit wir zugleich einen Blick auf den reaktionären Klassencharakter des Feminismus geworfen hätten. Die andere Seite des Patriarchats halt. Poste es ein 2. Mal.

Nicht gleich absolute Verschmelzung
Ich habe Frau Schwarzers „Brief“ nicht gelesen, doch sollte sie sich nicht so echauffieren. Den Feminismusbegriff hat sie doch selber bis zur Unkenntlichkeit verzerrt. Unvergessen ihr Auftritt im Kachelmannprozess. Von ihrer Bild-Kolumne ganz zu schweigen. Auch politisch sehe ich in ihr nicht mehr die Feministin. Sie ist Teil des Lagers, das sie einst vorgab zu bekämpfen, das des Patriarchats. Diesmal, weils so aktuell ist, unter dem Banner der westlichen „Aufklärung“, der männlich konnotierten. Alles nur noch Konkurrenzgehabe, auch ihr Urteil über Frau Roche. Vermutlich. Wie gesagt, ich habe es nicht gelesen. Ich bin der Meinung, dass Frau Roche den richtigen Riecher hat („Barbarengesänge“/Antike und Abendland), wenn auch wirklich nicht mit dem richtigen Ergebnis. Aber vielleicht ist das gar nicht ihr Konzept – Ergebnisse. Wer weiß? Ich persönlich hielte nichts davon, wenn meine Frau mit mir ins Puff ginge. Abgesehen davon, dass ich da noch nie war. Und zwar nicht wegen einer falschen Scham oder verräterischen Doppelmoral gar, nein: weil die kleine Differenz zwischen Mann und Frau nicht aufgehoben, das kleine Geheimnis, das letzte vielleicht, nicht verraten werden sollte. Liebe und/oder Sex sind nicht gleich absolute Verschmelzung.

faz.net/charlotte-roche-feminismus-light-18-8-2011

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