Ein Kampf um die Anschauung der Welt, nicht nur um deren Handhabung

Ein Kampf um die Anschauung der Welt, nicht nur um deren Handhabung
Wo die Frau mit der Waffe in der Hand kämpft, gleichberechtigt mit den Männer, da ist der Sozialismus vielleicht näher als sie denkt. Dennoch muss diese neue Macht verteidigt werden, auch u. U. gegen die, die sich sehr schnell auf die Seite der Revolutionäre gestellt haben. Und dann wird dies auch ein ideologischer Kampf sein. Ein Kampf um die Anschauung der Welt. Nicht nur um die Handhabung derselbigen. Denn ohne eine entsprechende Vision, die der Umwandlung jener ökonomischen Verhältnisse gewidmet ist, welche die Männer per se begünstigen, kann der Kampf gegen die Ewiggestrigen, gegen die Männer, die von der alten Macht profitieren, wie gegen die Frauen, die im Schutze dieser Männerherrschaft ihre Privilegien genießen, nicht gewonnen werden. Die Frau und der Sozialismus mögen nicht identisch sein, dennoch gehören sie zusammen wie die Vorder- und Rückseite einer Medaille. Nur die klassenlose Gesellschaft, welche der Sozialismus herbei zu führen vermag – denn der beendet die Klassendiktatur der Bourgeoisie – führt auch die Unterdrückung der Frau, deren sexuellen Ausbeutung, wie auch deren wirtschaftlichen, welche sexuell begründet ist, ihrem Ende entgegen. Wo dieser Weg nicht konsequent beschritten wird, wird auch die Frau wieder unterliegen.

faz.net/Libyen:Die unbeugsamen Rebellinnen von Benghasi, 03.04.2011

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