Für Freiheit und Demokratie

Für Freiheit und Demokratie
Hallo, sorry, dass ich mich so spät melde. Aber meine Tochter ist krank, und ich habe wenig Zeit. In aller Kürze (völlig ungewohnt): Ich finde es toll, dass das mal gesagt wird. Auch ich denke, dass die Hauptgefahr von denen ausgeht, die sie so beschwören. Die Gefahr für „Freiheit und Democracy“. Auch wenn ein Bert Brecht das auf diese Weise „anachronistisch“ glossierte, dürfte er einer der gewesen sein, der die Freiheit und die Demokratie am allermeisten zu schätzen wusste. Auch und gerade unter sozialistischen Verhältnissen. Er war nur zu intelligent, um in all die Fallen zu tappen, die ihm da gestellt wurden.

In seinem Sinne fortzufahren, soll mir daher nicht nur eine Ehre (zu welcher sich all zu viele bekannt haben), sondern vor allem eine Selbstverständlichkeit sein. Im Übrigen denke ich, dass man über „die Deutschen“ sagen kann, was man will, nur nicht, dass sie keine Diskussionskultur hätten. Vielleicht ist das gar die einzige Kultur, die diesbezüglich noch eine Erwähnung verdient. All die, die das nicht können, diskutieren, sind per se für die Freiheit nicht geschaffen. Und angesichts der Anspielung auf die „Diktatur des Kommentariats“ (des „Proletariats“), denke ich/hoffe ich, dass beide dieser „Diktaturen“ ja eigentlich keine sind. Und in diesem Sinne hoffe ich auch, dass ich Ihnen, liebe Mitkommentatorinnen und Mitkommentatoren, das genau noch beweisen darf.
Bis Bald
Mit freundlichen Grüßen

Was wirklich die „tödliche Gefahr“ ist
Da das eigentliche Thema dieses Blogs, zumindest nehme ich an, dass es das ist, nämlich die „Wahrheit“, explizit immer nur am Rande erwähnt wird (z.B. auf die Art, wie in „Rheinweins @ Anonymer Renegat“: „Wahrheit kann tödlich sein“), möchte ich Ihnen diesen Beitrag von mir vorstellen – auch um das Augenmerk auf die eigentlich nicht minder „tödliche Gefahr“ zu lenken, den Fatalismus. „Wenn die Wahrheit keine anerkannte Kategorie mehr ist“ ist bei den Leserkommentaren der FAZ zur Minute noch nicht freigeschaltet. Die FAZ tut sich in letzter Zeit etwas schwer mit meinen Kommentaren, ganz besonders, wenn ich ihr, wie hier, auf die eigenen Hühneraugen trete.

Nicht Sie, die Redaktion!
@Marco Settembrini di Novetre: Sie haben da was missverstanden! Nicht Sie waren gemeint, sondern die FAZ-Redaktion in der Leserbriefabteilung. Es ist wie bei Katz und Maus. Manche Kommentare werden erst nach dem 3. Posting gesendet, wenn dann überhaupt noch. Nicht selten dann den ersten der 3 Versuche. Ganz offensichtlich in der Absicht, den zeitlich zurück liegenden, so zum Alibi, als gesendet dokumentiert zu haben. In der Hoffnung auch, dass die Leserschaft da nicht mehr zurück greift. Manchmal werden alle 3 Versuche dann auf einmal frei geschaltet. Manchmal dann nur noch Teile davon. Hin und wieder werde ich so geschickt gekürzt, dass ich das selber kaum bemerke, bzw. so, dass der Inhalt ein völlig anderer wird. Satzzeichen sind dann entsprechend angepasst. Richtige Kunstwerke! (Ich stelle mir gerade vor, wie Geheimdienste arbeiten, vermutlich nicht viel anders!) In einem anderen Blog ist ein Beitrag von mir nur gekürzt (nach einem Tag Nachdenkens) wiedergeben worden, und in einem weiteren wurde ich überhaupt nicht freigeschaltet. In beiden Fällen waren übrigens Frauen die Moderatoren. Dass ich das nicht besonders charmant – weiblich-charmant – finde, möchte ich bei dieser Gelegenheit mal sagen. (Ich hoffe, die Damen lesen mit!) In Ihrem Blog fühle ich mich absolut n i c h t zensiert! Auch das muss mal gesagt sein.

Der zuverlässigste Lektor ist der Zensor
Der Zensor war schon immer der zuverlässigste, da gnadenloseste, Lektor. Mehrere Generationen von Revolutionären, nicht nur marxistischer Provenienz, haben diesen Lektor genossen. Ich nehme das daher auch als sportliche Herausforderung an. Ich bilde mir ein, dass ich mich unter dieser Knute verbessert habe. Nicht nur in sprachlicher Hinsicht. Dafür danke ich besonders den FAZ-Zensoren.

faz.net/blogs/deus/archive/2011/03/22/die-diktatur-des-kommentariats

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Ein Trackback

  • Von Dantes „schwarze Messe“ für die Herrschenden am 4. April 2011 um 19:37 Uhr veröffentlicht

    […] Dons Klassenkampf von oben scheint bestens zu funktionieren. Aber wie gesagt: gerade der gemeinste Zensor ist der zuverlässigste Lektor. […]

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