Das als gemeingefährlich überführte Privateigentum

Das als gemeingefährlich überführte Privateigentum
@Vandale: Mal abgesehen davon, dass auch innerhalb der Linken das Thema Ökologie ganz bestimmt nicht einheitlich vertreten wird, so soll dieses Stigma eine hysterische Stimmung erzeugen, eine solche, die den Eindruck wach hält, dass die „Klimakatastrophe“ eine Art linke Weltverschwörung darstelle. Dass das zu den üblichen Verschwörungstheorien ultrakonservativer Kräfte nur all zu gut passt, sei dabei nur angemerkt. Viel wichtiger aber ist, dass diese Hysterie das Eigeninteresse der Klimaskeptiker übertönt. Es geht um nichts anderes, als um die Verteidigung der Rechte des Kapitals, welches die Welt als ihr rechtmäßig erworbenes Eigentum ansieht. Dass spätestens mit eben dem Nachweis der Zerstörung dieser Welt, auch das Eigentumsrecht des Kapitals in Frage gestellt ist, wird immer deutlicher. Also leugnen sie, was das Zeug hält. Im Kern geht es also auch um die soziale Frage, um die Frage des Eigentums an Produktionsmitteln. Während Privateigentum die Lebensgrundlage der Menschen zerstört, könnte nur noch die gesellschaftliche Gesamtverantwortung, also die Überführung in Gemeineigentum, dem Einhalt gebieten. In dieser Frage ist das Privateigentum also als gemeingefährlich entlarvt, das ist es, was den Klimaskeptikern so böse aufstößt.

faz.net/Wiki-Watch-Projekt: Externe Aufpasser wollen Wikipedia verbessern, 13.01.2011

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Ein Trackback

  • Von „Restrisiko“ bei Atomanlagen ist blanker Zynismus am 13. März 2011 um 20:42 Uhr veröffentlicht

    […] Hier scheint jemand seinen Zynismus regelrecht zu genießen. Und mit dem selbstgewählten Nicknamen „Vandale“ offenbart er zudem eine im hohen Maße unkritische, um nicht zu sagen: paranoide […]

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