Die Inclusionsdebatte sprengt die bürgerliche Klassenherrschaft

Die Inclusionsdebatte sprengt die bürgerliche Klassenherrschaft
So wie dieses Bündnis eh ein Skandal war, so sehr konterkariert nun der Bruch die großpolitische Szene (vgl. mein: „Die Grünen, der Eiserne Kanzler und die Kriegserklärung“). Doch bietet auch in Deutschland der Klassenkampf so manch Überraschung. Mit der Unterzeichnung der UNO-Konvention zum Recht auf eine diskriminierungsfreie Bildung dürfte die Bürgerabstimmung in Hamburg, jedenfalls zu diesem Thema, in Europa vorläufig die letzte gewesen sein. Oder Deutschland wird zu einem Kanton der Schweiz. Und ob der Bürger will oder nicht: damit ist auch die 3-gliedrige Schule erledigt. Mehr als das: Vor dem Hintergrund der Krise des wissenschaftlichen Positivismus steht auch das herrschende didaktische Konzept zur Disposition. So wie der Rohrstock längst (spätestens aber nach den aktuellen Skandalen) hat nun auch der Katheder ausgedient. – 42 nach 68 wird eine auf das Individuum zugeschnittene Bildung zum Menschenrecht. Es wird ein Spagat für die Partei der Grünen. Was wäre sie ohne die Lehrermassen, die da der geistigen Befreiung entgegen fiebern? Mal sehen wie sie den großbürgerlich konnotierten Patriotismus eines Cem Özdemir einer kleinbürgerlichen Bildungsinitiative überstülpen. Sprengt doch die Inclusion die bürgerliche Klassenherrschaft.

faz.net/Schwarz-Grün in Hamburg gescheitert: Ahlhaus: „Habe keine Angst vor Neuwahlen“, 28.11.2010

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