Will man sie am Heroingeschäft beteiligen?

Will man sie am Heroingeschäft beteiligen?
Es will mir aber doch scheinen, dass die Deutschen an dieser Connection nicht unbeteiligt sein werden. Vor noch nicht all zu langer Zeit hat ein hoher Beamter in der NRW-Staatskanzlei – einem ausgewiesenen Spezialisten für dieses Thema -, in einem größeren Artikel der „Die Welt“, dies geradezu gefordert, nämlich dass die Bundesregierung, vor allem über ihre Geheimdienste, diesbezüglich w i e d e r eine aktivere Rolle übernehme, so wie zu den Zeiten des Kalten Krieges, ergo: des Aufbaus der Taliban in Pakistan und mithilfe auch der pakistanischen und US-amerikanischen Geheimdiensten. Wie gesagt: es ging ihm um eine Zusammenarbeit mit den Taliban, wo doch die Deutschen ihre guten Kontakte zu jener nutzen sollten. Das Geschimpfe über Karzai will mir daher als allzu windig erscheinen. Geht die Sache gut, werden die Deutschen ihre Beteiligung wohl stolz verkünden, geht sie schief, bleibt der korrupte Afghane der Buhmann. Nur wie soll das gut gehen? Will man gar auf die Beschulung der Frauen verzichten? Will man die Taliban als Warlords akzeptieren, sie am Heroingeschäft gar beteiligen? Letzteres wäre wohl nicht ganz unklug, stünden sie dann als ebenso kriminell da, wie die von ihnen bekämpften Besatzungstruppen, resp. Karzai.

faz.net/Karzai und die Taliban: Afghanisches Dilemma, 11.10.2010

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