„Entkopplung unserer Existenz von der biologischen(!) Evolution“

Den letzten Satz, im ersten Beitrag hat die Redaktion weg zensiert, von einem „nützlichen Idioten“ darf man wohl in der politisch korrekten Welt nicht mehr reden (wo doch der „nützliche Idiot“ im Diskurs ein gängiger Begriff ist, aber wahrscheinlich schmeckt ihnen nicht die gedoppelte Bedeutung, den „Mangel an Genie“, wo sich doch heute jeder für ein Genie hält, der nur ein wenig bei Kasse ist) , und auf die Veröffentlichung des 2. Beitrages warte ich immer noch. Sende ihn nun ein 2. Mal und kürze den Hyper-Link weg, schade, wo das schon wichtig wäre, mal sehen!

Mit Darwin, über Darwin hinaus, und: die Rückübertragung ökonomischer Theorien
Wunderbar, Herr Schirrmacher. Und jetzt wird es Zeit sich mit Darwin selber auseinander zu setzen. Auf im Prinzip darwinistischer Grundlage, sprich: seiner dialektischen Stringenz, seiner materialistischen, antimystischen Weltauffassung. Denn täte man das nicht, lande man schnell bei den Irrlehren gewisser US-amerikanischer Kreationisten. Doch über ihn hinaus gehend, mit ihm. Dass er ökonomische Theorien auf die Naturwissenschaften rück übertragen hat, wäre dazu der erste gute Ansatz. Nicht weit zu der Erkenntnis vielleicht, dass das wohl mehr oder weniger auf die ganze Naturwissenschaft zutrifft. Betrachten wir uns eines Singers Theorien über eines Menschen fehlenden „freien Willen“. Steht diese Debatte nicht im Kontext der Anforderungen der modernen Wissenschaft, des Menschen Geist zu scannen und auf Maschinen zu übertragen? Sind das nicht die Interessen einer ganz gewissen Klasse? Gibt uns nicht etwa die Biotechnologie eine neue Eugenik vor (Rifkin)? Und ist nicht ein Sarrazin deren „nützlicher Idiot“ („Idiot“ im doppelten Sinne: denn ich bezweifle, dass er das Genie dazu hätte).

„Entkopplung unserer Existenz von der biologischen(!) Evolution“
Ein Theorem aus der Systemtheorie möchte ich diesem Denker Sarrazin doch mit auf den Weg geben: „Das evolutionstheoretisch und kulturhistorisch sehr wohl begründbare Urverhalten, in egozentrischer und egoistischer Weise, die eigene Realität als die gültige Universalrealität über andere und anderes zu stellen um damit die eigenen Bedürfnisse durchzusetzen, erfährt nun eine notwendige Differenzierung. Einerseits ist dieses Urverhalten eine notwendige Existenzsicherungsmotivation in dieser, durch Evolution geprägten Ökosphäre: durchsetzungsfähiger Egoismus als notwendige Voraussetzung, dass es uns heute noch gibt. Andererseits aber ist diese Urverhalten der größte Hemmschuh für den Prozess zu rationaler Erkenntnis und läuft durch die zunehmende, durch Wissenschaft begründete Entkopplung unserer Existenz von der biologischen(!) Evolution mehr und mehr zu einer Existenzgefährdung aus uns selbst heraus aus…“ (zit. nach Michael Rudolf Luft, „Was ist Realität?“, entnommen: 01.09.10)

faz.net/Sarrazins Quellen:Biologismus macht die Gesellschaft dümmer, 01.09.2010

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