Obsolete Begriffe, wie machtlose Worte

Obsolete Begriffe, wie machtlose Worte
Die Einwanderer integrieren und die Banken beherrschen, oder wäre es umgekehrt auch richtig (sollen sie doch Deutsche werden, gilt übrigens auch für die Banken, wenn ich da eines Helmut Schmidts Kommentar in der Zeit richtig interpretiere: nicht einmal mehr die Deutsche Bank sei eine deutsche Bank, war da so ein Statement)? So oder so, der Beifall sei ihm gegönnt, spricht er doch aus des Volkes Seele, und natürlich in der Semantik der großen Politik. Und doch ist er damit schon nicht mehr ganz en voque. „Inklusion“ heißt das neue Zauberwort, eine Anleihe aus der auch bisher schon knapp verfehlten „Integration“ Behinderter. Eine Gesellschaft, die andere verändern will, muss sich selber verändern. So gesagt, vermutlich nichts neues, aber in Bezug auf Ausländer? – oder gar auf die Banken? Diese Gesellschaft wird verändert, aber eben nicht so, wie ein Herr Wulff es darstellt. Wo ein Innen von einem Außen nicht mehr unterschieden werden kann (der ehemalige „Sicherheitsminister“ Schäuble lässt grüßen), wird der Bürger verwirrt, wird dieser doch seinem inneren Chaos überlassen, ob jener nun nach außen völlig „offenen Gesellschaft“. Also kuscheln wir ein bisschen, mit obsoleten Begriffen, wie machtlosen Worten.

faz.net/Wulff als Bundespräsident vereidigt: „Den Finanzmärkten endlich gute Regeln geben“, 02.07.2010

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