Den Weltkonzern in Krokodilstränen ersäufen

Den Weltkonzern in Krokodilstränen ersäufen
Ich würde das genauso kritisieren, aber ich heiße auch nicht Joachim Müller-Jung und bin eben auch nicht Mitherausgeber der FAZ. Wie komme ich zu der Ehre eines solch starken Bündnispartners? Die Antwort ist vielleicht einfacher als man erwartet. BP ist erstens kein deutsches Unternehmen und Obama kein Konservativer. Wie heißt es so schön: Der Feind meines Feindes ist mein Freund. Und Greenpeace enttäuscht diesbezüglich seine „Freunde“. Eine Schlamm- pardon: Ölschlacht gegen Obama und British Petroleum das wäre doch mal ein ultimatives Happening für das – vom Währungskrieg des Dollars gegen den Euro so gebeutelte – alte Deutschland. Was hätte man mit Greenpeace gemacht, wenn es militante Aktionen gegeben hätte? „Umweltterroristen“, hätte man gegeifert. Ganz sicher auch in dieser Zeitung. Jetzt muss man sich damit begnügen, diesen „gewöhnlichen Weltkonzern“ in Krokodilstränen zu ersäufen. Greenpeace mag politisch korrumpiert sein, aber genau das wäre es doch, was man schon immer wollte.

faz.net/Greenpeace und BP: Im Ölschlamm versunken, 23.07.2010

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