Der „Westen“ – nicht mehr nur Freundesland

Der „Westen“ – nicht mehr nur Freundesland
Die Zugehörigkeit dieses Landes zur Nato, entpuppt sich als wirkungsloses Mantra, welches die Schlange des Bösen nicht zu bannen vermag. Die Zugehörigkeit zum Westen scheint längst gekappt. Aber das ist nur eine persönliche Sicht der Dinge, eine westliche nämlich. Sie blendet aus, dass es sowas wie den „Westen“ eben nicht mehr gibt. Bacia sagt es selbst, das bezog sich auf die Phase des kalten Krieges. Und spätestens seit der Offensive der Nato in ehemalige Satelliten des früheren „Ostens“, scheint der Begriff es Westens nur noch für die Gestrigen von Bedeutung. Die USA wollen die Türkei in der EG, aber nicht als westliches Land, sondern als Teil der Nato. Das mag den Europäern vorkommen wie eine feindliche Übernahme. Doch genau das ist der „Westen“ nicht mehr – reines Freundesland. Die Freunde von gestern, können schnell die Feinde von heute sein, nicht nur in Bezug auf die Türkei trifft das womöglich zu. Wir werden sehen, wie lange gewisse Freundschaften seit Bekanntwerden riesiger Siliziumvorkommen in Afghanistan noch halten, und ein deutscher Bundespräsident dürfte dabei nicht das letzte Bauernopfer gewesen sein.

faz.net/Türkei: Dem Westen entfremdet, 20.06.2010

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