„Gaga“ ist das System, nicht nur für einen Außerirdischen

„Gaga“ ist das System, nicht nur für einen Außerirdischen
„…ohne sich oder den die Papiere ausgebenden Regierungen viele Fragen zu stellen.“ Das will mir doch als der entscheidende Punkt erscheinen. Ich will jetzt mal gar nicht über „Systemkritik“ schlechthin reden, sondern über ein System, das die „politische“ Analyse unterschlägt. Es ist sozusagen der „blinde Fleck“ des Kapitals, da es politische Kritik immer nur als eine defaitistische erwartet. Wären professionelle Anleger – und nur von solchen rede ich gerade – nicht auf beiden Augen blind, könnten sie gar nicht eines Griechenlands politische Instabilität ignorieren, niemals. Doch tun sie es, weil der Markt den Blick hierauf erst in der Krise aufmacht. Und auch diese, die Krise nämlich, wird ja von den Börsenteilnehmern regelmäßig ignoriert. In der Tat, Herr Strobl, „gaga“ ist das System, nicht nur für einen Außerirdischen. Denn auch Ihre Intention dürfte mindestens genauso gaga sein: „liberalisierte Finanzmärkte“ haben wir doch, d a wir die politische Kritik, die „Kritik der politischen Ökonomie“, ignorieren.

faz.net/„Griechische Tragödie“: Wie Staaten zu Spekulationen einladen,11.02.2010

www.pdf24.org    Sende Artikel als PDF   
Dieser Beitrag wurde in Krise des Kapitals veröffentlicht. Ein Lesezeichen auf das Permalink. setzen. Kommentieren oder einen Trackback hinterlassen: Trackback-URL.

Einen Kommentar hinterlassen

Sie müssen angemeldet sein, um zu kommentieren.