„Soziale Harmonie“ statt „Familienerbe“

„Soziale Harmonie“ statt „Familienerbe“
Hallo Mit-Männer, was soll diese frustrierte Debatte? „Anlehnung“ ist die Kehrseite von „Unterordnung“, also das Erziehungsergebnis eines solchermaßen unterdrückenden Patriarchats. Inwieweit Frauen sich auch schon vor dem Patriarchat mit brutalen Männern – da angeblich jene mit besseren Genen versorgt seien – verlustiert haben, ist so pikant wie unergiebig. Denn, evolutionsbiologisch gesehen, und wenn schon die Evolution hier beansprucht wird, dann müssen wir sehr weit zurück gehen, war das gar nicht notwendig. Schauen wir uns die Gemeinschaft der Bonobos an. Eine Art Matriarchat herrscht dort, Frauen „regieren“ gemeinsam, treiben lustig Sex mit jedem, der es wünscht, auch mit Frauen und Kindern, und doch werden sie von Männern – „verliebten“ nicht machtbesessenen – hin und wieder sogar mit besonderen Leckerbissen versorgt. Die Gene scheint diesen kleinen Schimpansen nicht wichtig zu sein, desto mehr die soziale Harmonie. Erst dem Menschen, dem bereits in Klassen geteilten, fällt ein, wie wichtig ein richtiger Nachwuchs ist, der vom richtigen Partner und mit dem entsprechenden Polster unterm Hintern – dem Familienerbe. Das natürlich verhilft auch den Frauen zum Nachdenken, nämlich darüber, wie man sich da behauptet.

Der Bonobo, des Menschen nächster Verwandter
@Declerq: Sorry, aber ich dachte, es wäre allgemein bekannt, welche Rolle die Bonobos für die Menschen spielen (des Menschen nächster Verwandter). Und welche Vergleiche mit deren Sozialleben in Bezug auf den Frühmenschen gemacht werden können, Stichwort: Matriarchat unter Primaten. Das Beispiel ist also nicht willkürlich gewählt. Ansonsten unterstelle ich, dass von den „klugen Köpfen“ ein wenig mit gedacht wird, zumal mir die FAZ nicht viel Raum lässt, für ausschweifende Erklärungen.
Ich wollte aber garantiert niemanden zu nahe treten, ich hatte nur den Eindruck, dass da – männlicherseits – ziemlich gefrustet argumentiert wird, aber vielleicht täuscht auch nur der Eindruck.
Und nein, keine Partei bekommt von mir ein Kreuz!

faz.net/Richard Ramírez: Der Serienmörder und seine Groupies, 18.01.2010

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