Nicht die falschen Freunde einladen

Nicht die falschen Freunde einladen
In Bezug auf die „Islamkritik“ scheint eine „neutrale“ Debatte obsolet, dagegen aber evident, nicht was jemand sagt, sondern wer (mit welcher Absicht!) es sagt. Zunächst einmal ist es das gute Recht einer Muslima sich kritisch mit ihrer Religion auseinander zu setzen. Das hat niemand zu kommentieren. Allerdings muss die Kritikerin immer damit rechnen, dass sie dann auch sehr schnell Verbündete bekommt, die sie ganz sicherlich nicht braucht, Rechtsradikale, aus obskuren („religiösen“) Lagern womöglich. Wenn sich hiervon nicht distanziert wird, offen und deutlich, wird auch die eigene Position, die berechtigte, bedenklich und im schlimmsten Falle gar missbraucht. Die rechten „Antiislamisten“ sind nicht die Freunde, sondern die schlimmsten Feinde, eben einer solchen Kritik, sie sind auch die Feinde der Frau, eben auch der muslimischen. Sie sind Trittbrettfahrer. Es führt kein Weg daran vorbei – auch und gerade – Religionskritik politisch zu führen, sich also keine falschen Freunde einzuladen. So wurde erst kürzlich von einem bekannten V-Mann des BND eine rechtslastige „anti-islamistische“ Demonstration in Köln veranstaltet, eine, die zuvor in Holland verboten wurde. Die Gefahr der Provokation ist also vorhanden.

faz.net/Eine Gegenpolemik: Maulkorb für Islamkritiker, 20.01.2010

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