Abschottung aus Angst

Abschottung aus Angst
@Don Alphonso: Zola war utopischer Sozialist, aber er war ein Revolutionär, im wesentlichen aber immer noch ein bürgerlicher, nicht modern sozialistischer, nicht marxistischer. Dem entsprechend war die Kunstform, die er begründete, der Naturalismus, nicht der Realismus. Und nur als solcher, als Radikaler Bourgois konnte er in die „Grande Nation“ eingebaut werden, mal abgesehen von der Sache mit Dreyfuss, wie Filou richtig bemerkt. In Deutschland gibt es keine radikalen Bourgeois, selbst der radikalste Bourgeois, ein faschistischer gar, ist ein Biedermann, ein sog. Spießer, kaum zu unterscheiden vom Durchschnittsbürger, also auch kein Grund solche irgendwo einzubauen. Daher ist in Deutschland die herrschende Klasse homogener, dabei aber nicht wirklich elaboriert, selbst am Tegernsee nicht, oder hier im Taunus, sondern einfach nur spießig homogen, möchte möglichst nicht auffallen. Solches schottet sich ab, aus Angst, nicht aus Größenwahn. Nicht die Klasse bindet, sondern die gemeinsame Angst.
Die Abschottung in Frankreich geschieht viel bewusster, da Ausdruck eines besonderen Lebensstils, eines gewissermaßen bürgerlich-aristokratischen. Dieser wiederum ist kulturell einerseits bindend, also verbindlich, andererseits offen, da diese Verbindlichkeit als Bindung genügt. Auch der linke Intellektuelle, solange er den Stil der Bourgeoisie nicht gänzlich verneint, hat hierin einen Platz. Das macht den Eindruck, als gäbe es mehrere Oberschichten. Allerdings ist die Grande Nation auch keine einheitliche. Der Proletarier in Frankreich gehört zu dieser Nation nur, da er sich nicht über die Klasse des Proletariats definiert, sondern immer noch über die Klasse, aus der heraus er sich sozialisierte – den Bauern und städtischen Kleinbürgern, dem Subjekt der französischen Revolution. (Ein solches Subjekt gibt es in Deutschland auch, aber es ist der Untertan, der Niedergehaltene, seit den Bauernkriegen! – kein Identifikationssubjekt, schon gar nicht für eine neue, eine revolutionäre Klasse, einer proletarischen. Revolutionäres Subjekt kann diese Klasse nur sein als proletarische oder gar nicht!)
Der radikalste Prolet in Frankreich hingegen ist daher eigentlich immer noch ein Bauer. Dementsprechend auch seine Kampfmethoden – Entführung und Anschläge inbegriffen.
Habe hierzu schon vor einiger Zeit einen Beitrag geschrieben, den ich in einem FAZ-Blog unterzubringen hoffte, aber leider sind eben nicht alle Mitarbeiter bei der FAZ (bzw. freie Mitarbeiter) so cool, wie das Thema, über das sie schreiben. Bringe ihn hiermit passenderweise zur Kenntnis, per Link: Franzose will er sein.
@ Filou: Aus dem Gesagten geht auch hervor, dass das französische Proletariat als ein solches gemeinhin überschätzt wird, es ist ein aufständisches Subjekt, aber kein revolutionäres, kein sozialistisches. Und ein revolutionäres Subjekt kann heute nur noch ein sozialistisches sein, kein bürgerliches, und sei es noch so radikal. Wenn das französische und das deutsche allerdings gemeinsame Sache machen würden, wer weiß?
Ich persönlich glaube, dass revolutionäre Aufstände in Europa möglich sind, aber diese kommen dann von seine Rändern. Griechenland, Spanien, Portugal, Irland gar, oder sogar aus dem Osten, aus dem ehemaligen sozialistischen Block. Letztere aber müssten ihre antikommunistischen Affekte eben so schnell überwinden, wie ihr absurdes Hoffen in den Kapitalismus, was durchaus möglich ist, aber nicht wahrscheinlich. Der Sozialismus selber – nicht zu verwechseln mit revolutionären, quasi sozialistischen Aufständen – kann daher – wenn überhaupt in Europa – nur noch aus den relativ entwickelten Ländern kommen, dort wo das Kapital selber die Voraussetzungen für schafft, sozusagen dermaßen hoch organisiert ist, dass der Sozialismus wie ein reifer Apfel vom Baum fällt, und initiiert durch revolutionäre Aufstände ringsum, die die Zentren wirtschaftlich abwürgen. Es könnte so aussehen, wie Marx das schon zu seiner Zeit als Ideal gesehen hatte: als Zusammenwirken der sozialistischen Revolution mit einer Neuauflage der Bauernkriege. Diese Krise oder die nächste machen das vielleicht wahr.

@Filou: Wenn Sie schon Mühsam bemühen, dann doch bitte im Ganzen:

(Der Revoluzzer
gewidmet der deutschen Sozialdemokratie
)

War ein mal ein Revoluzzer
im Zivilstand Lampenputzer;
ging im Revoluzzerschritt
mit den Revoluzzern mit.
Und er schrie: „Ich revolüzze!“
Und die Revoluzzermütze
schob er auf das linke ohr,
kam sich höchst gefährlich vor.
Doch die Revoluzzer schritten
mitten in der Straßen Mitten,
wo er sonsten unverdrutzt
alle Gaslaternen putzt.
Sie vom Boden zu entfernen,
rupfte man die Gaslaternen
aus dem Straßenpflaster aus.
zwecks des Barrikadenbaus.
Aber unser Revoluzzer
schrie: „Ich bin der Lampenputzer
dieses guten Leuchtelichts.
Bitte, bitte, tut ihm nichts!
Wenn wir ihn‘ das Licht ausdrehn,
kann kein Bürger nichts mehr sehen.
Laßt die Lampen stehn, ich bitt! –
Denn sonst spiel ich nicht mehr mit!“
Doch die Revoluzzer lachten,
und die Gaslaternen krachten,
und der Lampenputzer schlich
fort und weinte bitterlich.
Dann ist er zu Haus geblieben
und hat dort ein Buch geschrieben:
nämlich, wie man revoluzzt
und dabei doch Lampen putzt.

Erich Mühsam

„Ganz oder gar nicht“
@Filou: Ich verstehe schon. Nur kommt es schon darauf an, ob mit dem Dargestellten – Ihrem Auszug aus dem Gedicht – , der Dargestellte nicht verfälscht wird. Und mir schien das so, eben auch aus dem Kontext Ihres Beitrages betrachtet. Mühsam war selber ein „Revoluzzer“, und wie aus dem Untertitel deutlich wird, ironisierte er einen gewissen Typus von Revoluzzertum, jenen, der dann auch nahtlos in den Opportunismus, dem arbeiteraristokratischen Reformismus der genannten Sozialdemokratie, hinüber wuchs. Und das Wesen dieses Typus, die Pointe sozusagen, erkennt der Leser erst in dem von Ihnen nicht gebrachten Teil des Gedichts, und natürlich auch aus dem Untertitel: Gewidmet der deutschen Sozialdemokratie. Und aus diesem Grund hielt ich es für nötig, das ganze Gedicht – ungekürzt – zu bringen. Die paar Zeilen mehr, tun niemanden weh, aber sie verhindern Falschinterpretation (denn bei weitem nicht jeder klickt in den Link). Und wir verbrauchen hier schließlich kein Papier. Daher meine ich: „Ganz oder gar nicht“ (vgl. die britische Arbeiterkomödie: Ganz_oder_gar_nicht).

Nur wider den Zeitgeist
@Filou: Ich gebe mir gerne Mühe, Sie nicht zu überanstrengen. Aber ich kenne ja keinen wirklich hier, das ist doch praktisch eine virtuelle Welt – es sei denn, wir träfen uns mal bei Don Alphonso, auf dessen Terrasse. Aber das lehnt er ja ab!
Solange kann ich Sie nur danach beurteilen, was Sie schreiben, und da habe ich den Eindruck, dass Sie ganz schön polemisch sind, aber ungern dabei zur Sache kommen, daher meine spitzen Bemerkungen – ab und an -, meine Vorsicht, meine Herausforderungen.
Und wie gesagt: Schreiben, weitergehen, zwischen durch mal was trinken, das ist nicht so mein Ding. Wenn ich schreibe, trinke ich nicht, wenn ich weitergehe rede ich nicht, da beobachte ich vielleicht nur.
Aber ganz sicher bin ich einfach nur ein zu ernster Mensch, meine „Belesenheit“ (ich bin weniger belesen, sondern nur mehr nachdenkend – auch und gerade über das Gelesene) gehört hierher. Entspannungslektüre habe ich auch, aber die hält sich in Grenzen, und die wird sicherlich nicht wirklich politisch sein. Politischer Small Talk ist wirklich Zeitverschwendung, es sein denn, wir haben ehe schon aufgegeben und reden uns nur so die Langeweile/die Angst vom Gemüt.
In einer gewissen Hinsicht bin ich noch „Positivist“, ich glaube an die Möglichkeiten, an die vielen ungenutzten. Aber ich glaube an die negative Macht der Worte, daher vielleicht manchmal auch meine Gestelztheit: jedes falsche Wort, jeder falscher Zungenschlag, jede Unaufmerksamkeit, zerstört eine weitere Möglichkeit. Das ist wohl das, was Sie überanstrengt! – Sie glauben an NICHTS! Ich vermute mal, dass Sie ein sog. Nihilist sind (soll keine Beleidigung sein, ist eben Zeitgeist).
Und Möglichkeiten ergeben sich nur wider den Zeitgeist. Also nicht persönlich nehmen!

Also zwei Schritte zurück!
@auch-einer: Mal unabhängig von der Frage, was der Begriff Maoismus überhaupt beinhaltet – an Realität, an marxistischer Radikalität, an Verleumdung und an Verirrung -, oder eben auch nicht, heißt das doch nur, dass dieses Söhnchen ein kleiner Renegat war, einer, dessen Marxismus („Maoismus“) nichts anderes war als die ‚Eintrittskarte‘ in die Nomenklatura, in die dortige herrschende Klasse (und mit herrschende Klasse meine ich nicht das Proletariat). Mag sein, dass es was darüber berichtet, in welchem Zustand damals schon, die KPChinas sich befunden hat, mag aber auch sein, dass das einen ganz alltäglichen Vorgang beleuchtet. Der Klassenkampf im Sozialismus – und ich unterstelle mal, dass China sich doch für einige Zeit auf sozialistischem Weg befunden hat -, hat eben genau diese Aufgabe: solche Elemente vorführen, ausscheiden, abstoßen, aus der Partei und aus wichtigen Staatsämtern entfernen. Genau das ist doch die ganze Epoche des Sozialismus: eine gigantische Säuberungswelle, eine einzige und ständige und solchermaßen globale (die andere Globalisierung) Denunzierung des bürgerlichen Klassenstandpunktes, und dies Welle auf Welle, Generation für Generation, solange bis das Kapital weltweit geschlagen ist (das wäre auch in etwa der rationale Kern an der trotzkistischen „permanenten Revolution“, nicht weniger, aber bestimmt auch nicht mehr).
Der Kampf für den Sozialismus findet statt: aus Not, aus Notwendigkeit, aus Wissen, aus Überzeugung, aus langer Erfahrung, also den Horizont der Jugend immer hinter sich lassend, und schließlich aus der Klarheit darüber, dass es das Kapital selber ist, dass diesen nicht nur notwendig, sondern ihn überhaupt erst macht – wider Willen, aber unvermeidlich – , sodass persönliche Ambitionen, ganz besonders die von jungen Leuten, deren Karriereinteressen, deren jugendlicher Hochmut, deren bürgerliche Ambitionen überhaupt, selbst Gegenstand jenes Kampfes sind. Und dass das Gehöhne solcher Jugendlicher eben nichts bedeutet, außer, auf welcher Seite sie stehen. Und genau das beweist auch die Kulturrevolution. Klasse gegen Klasse, nicht Jung gegen Alt, das hätte die Losung sein müssen! Dann wäre nicht nur einiges Blut nicht vergossen worden, sondern vielleicht auch der Kampf ein Gewinn gewesen – für den Sozialismus.
„Bombardiert das Hauptquartier“, war dann wohl keine falsche Losung, und doch täuschte es darüber hinweg, wessen Klassencharakter dieses Hauptquartier längst eingenommen hatte, und dass China vermutlich schon die Farbe gewechselt hatte. Und doch gehört auch das zum Sozialismus: verlieren können, wissen, dass man verlieren muss, unter Umständen, und dass der Kampf doch kein sinnloser war. Denn die Geschichte des Klassenkampfes verläuft eben nicht geradlinig, nicht immer in eine Richtung, sondern höchst wechselvoll, ein Schritt vor und manchmal wieder zwei Schritte zurück, wie Lenin schon feststellte. Und offensichtlich war auch diese „Kulturrevolution“ als eine solche schon nicht mehr zu gewinnen, für die sozialistische Sache, waren die Akteure dieser Revolution schon all zu korrumpiert (und das Proletariat dieser schon zu sehr entfremdet). Also wieder zwei Schritte zurück – wenigstens!

Wohlfeil erworbenes Wissen, käufliches Wissen, Standardware
@auch-einer: So habe ich seine/Ihre Ironie verstanden. Was die genannten „Kader“ der damaligen „Maoisten“ angeht, da haben Sie natürlich recht. Aber das ist doch kein Grund eine ganze Bewegung zu belächeln. Die Leute „hinter den Tischen“, das waren nicht die Kader, das waren die einfachen Mitglieder, Leute, die es ernst gemeint hatten. Die nach keinen Privilegien gierten, oder Karriereinteressen verfolgt haben. Renegatentum ist Teil des Klassenkampfes – jenem von oben. Dazu passt, was ich auch schon zu gewissen Intellektuellen gesagt habe, sog. „ Gurus“ (Die Sloterdijk-Debatte aus marxistischer Sicht). Selbst wenn Kader nach wie vor wichtig sind – das ist der Tribut, den die Massen immer noch zu zahlen haben -, leben wir doch im Zeitalter der Massen (Ortega); und Massenbewegungen folgen ihren eigenen Gesetzen, objektiven, weniger subjektiven. Sie sind das ureigene Produkt dieser Gesellschaft, ihre Elendigen, ihr Elend, denn ihr Untergang. Es ist kein Zufall, dass der Marxismus wieder diskutiert wird, ernster, viel ernster und doch erheblich weniger dogmatisch, aber auf höchstem Niveau, vor allem aber: gegen den Strich der Leute gebürstet, die da in letzter Zeit ein „Schwarzbuch des Kommunismus“ (Koenen – auch so ein „Schmierfink“, manche verkleiden das auch geschickt als „Schwarzbuch des Kapitalismus“ – wie Robert Kurz) nach dem anderen veröffentlichen, und doch nur ihre billigen Romane abziehen. Die revolutionäre Theorie muss durch diesen Schlamm hindurch, sie kann nicht sauber bleiben, denn sie ist Handwerkszeugs, kein zu pflegendes Bildungsgut. Es gibt genügend Leute, die aus dieser Zeit heraus gewachsen sind und doch Marxisten geblieben, ja „bessere“ geworden sind. Überhaupt: Marxist ist man sein ganzes Leben lang, oder man war nie einer. Das verhält sich reziprok zur Metamorphose des Kapitals: Kapital wird erst etwas im nach hinein, wie von Zauberhand verwandelt, im Geld-Ware-Geld-Prozess, wo Geld in dem Maße zu Kapital geworden sein wird, wie die Ware sich erst durch ihren Gebrauch als solche, als Produkt allgemeiner und abstrakter Arbeit zu erkennen gibt. Findet dieser Prozess nicht statt – zum Beispiel in gewissen Krisen -, dann gibt es kein Kapital, keine Ware, keine (Lohn-)Arbeit, kein Profit, ja keine politische Ökonomie, kein Subjekt, ja nicht einmal das Objekt kapitalistische Gesellschaft. „Wachstum“ heißt das Zauberwort hierfür, gibt es solchen nicht, gibt es keinen Kapitalismus, denn auch keinen Mehrwert, keinen Zins, keine „Zukunft“, ja nicht einmal eine Vergangenheit, kein Eintrag in die Geschichte.
Das alles ist ein bisschen mehr, als der polemische Begriff vom Maoismus zu wissen vorgibt. Denn die Kritik des Kapitals (der „politischen Ökonomie“) nicht zu Ende gedacht, zu Ende geführt, ist so, als wenn sie nie geführt worden wäre. Kritik verwirklicht sich in der Massenbewegung, in der nicht enden wollenden/enden könnenden, oder sie war nie eine. Ein Schmierer war also so wenig Marxist wie ein Fischer, oder ein Jonny Klinke, oder gar ein Trittin. „Maoisten“ mögen manche gewesen sein, aber Marxisten?
Trittbrettfahrer der Bewegung sind sie, kleinbürgerliche Intellektuelle, Teil der bürgerlichen Maschinerie zur Niederhaltung der Massen, Söldlinge des Kapitals, gefallene Helden, dem johlenden Pöbel zum Vergnügen, der herrschenden Klasse zum ordinären Gebrauch. Sie haben sich wirklich ihren Eintrag bei Wikipedia verdient. Revolutionäre Massenbewegungen lernen von solchen Leuten, ja sie müssen es, denn die besitzen das Privileg des Wissens, aber sie überwinden sie, sie lassen sie hinter sich, sie lernen vor allem von ihren Fehlern.
Das Privileg jener Intellektuelle ist recht eigentlich nicht das Wissen, sondern der Dünnpfiff, den sie absondern und den sie für Wissen halten. Wohlfeil erworbenes Wissen, käufliches Wissen, bestenfalls Standardware!

faz.net/blogs/stuetzen/archive/2009/11/19/meister-und-sklaven-der-zeit

www.pdf24.org    Sende Artikel als PDF   
Dieser Beitrag wurde in Blogs veröffentlicht. Ein Lesezeichen auf das Permalink. setzen. Kommentieren oder einen Trackback hinterlassen: Trackback-URL.

3 Trackbacks

  • Von Eine kapitalistische Aporie am 4. Dezember 2009 um 23:57 Uhr veröffentlicht

    […] er sich mit dem sozialen Kampf des Proletariats verbindet, die soziale Revolution hervorbringt (Marx/Vorwort Kapital). Und es besteht Hoffnung, bedingt durch die Hoffnungslosigkeit (nicht den Zusammenbruch) der […]

  • Von Bevor er zur Lüge greift am 29. Dezember 2009 um 20:36 Uhr veröffentlicht

    […] Nach der Revolution ist vor der Revolution @Tiger: So war das nicht ganz gemeint: einige (kluge) Köpfe müssen wohl (auch) rollen, auch im Zusammenhang mit dem nun wieder aufgekommenen Fatalismus, bzw. Nihilismus, aber eben nicht nur deshalb, denn: siehe unten! @auch-einer: Keine Revolution, eine Konterrevolution war das, die Vollendung der zuvor schon vollzogenen. – Oder wie Marx sich ausdrückte: auf eine halbe Revolution folgt immer eine ganze Konterrevolution. @HansMeier555: Nicht die Revolutionen sind es, die die Geschichte machen, jedenfalls nicht in jenem romantisch-naiv zu verstehenden Sinne, sondern die Bedingungen, die jeweils zur Revolution führen. Wie fies also eine Zeit nach der Revolution wird, wäre dann die Bedingung für die nächste. Dafür bedarf es nämlich der Revolutionen. Nach der Revolution ist somit immer vor der Revolution. Ich sagte es ja schon: wenn Trotzki das so gemeint hätte, wäre er im Recht gewesen (siehe auch: Also zwei Schritte zurück). […]

  • Von Die Sloterdijk-Debatte aus marxistischer Sicht am 4. Januar 2011 um 12:10 Uhr veröffentlicht

    […] der Gesellschaft” von Don Alphonso. Habe gerade aktuell dazu was geschrieben, siehe auch: Abschottung aus Angst. Mit freundlichen […]

Einen Kommentar hinterlassen

Sie müssen angemeldet sein, um zu kommentieren.