„Noch ist Polen nicht verloren“

„Noch ist Polen nicht verloren“
…so jedenfalls die Hoffnung der Polen mit Dąbrowskis Hymne, die heutige polnische Nationalhymne. Die Angst vor den Russen, und vor den Deutschen, war wohl nie ganz unberechtigt, aber auch die Polen, die polnischen Junker und Fürsten waren nicht gerade besonders freundliche Nachbarn. Es wird Zeit, dass die Polen selbstkritischer mit ihrer Geschichte umgehen, begreifen, dass Aggression nichts mit einer bestimmten Nationalität zu tun hat, sondern mit Sozialsystemen. Der imperialistische Kapitalismus der Deutschen war es, der die polnische Souveränität zerstörte, wie zuvor schon der preußisch-deutsche Kolonialismus, aber auch dann jener sowjetische Sozialimperialismus, der den Polen offenbar immer noch eine russische Gefahr imaginieren lässt. Die Angst ist nicht aus der Luft gegriffen und doch scheint es das jeweils gemeinsame System zu sein, welches die besondere Gefährdung ausmacht. Eine Gefahr sehe ich gegenwärtig in der russischen Politik, darin aber für ganz Europa, in den mafiösen Strukturen dort, aber nicht mehr als durch einen polnischen und solchermaßen schon immer unberechenbar gewesenen Nationalismus. Die Gefährdung der polnischen Massen, in Bezug auf deren Lebenshaltungskosten, nämlich durch die EU, scheint mir hingegen unterschätzt.

faz.net/Biden-Besuch in Warschau: Polen wirkt an neuer Raketenabwehr Amerikas mit, 21.10.09

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