Falsches Thema

Falsches Thema
Prinzipiell sind die Forderungen nach Mindestlöhnen nicht sozialistischer sondern eher kapitalistischer Provenienz, denn sollen sie doch die Konkurrenz kontrollieren helfen, Beispiel: Deutsche Post! Darüber hinaus sind sie ein Eingeständnis für die Schwäche der Arbeiterbewegung, resp. deren Klassenkampf. Sie sind eine Blamage für diese Gewerkschaftsführung, die sich nur noch um die Spitzeneinkommen ihrer Mitglieder sorgt, und doch nicht die unteren Einkommensbezieher verlieren möchte. Von Klassenbewegung also keine Spur mehr. Und doch ist diese Auseinandersetzung mit jener Forderung der „Linken“ reine Demagogie, spielt sie doch die Tatsache herunter, dass heute etliche Einkommensklassen, auch weit darüber abbrechen. Nicht nur Bäcker, Frisöre und Briefträger werden beispiellos schlecht bezahlt, sondern auch zum Beispiel Verkäufer, ja bis hin zu den Leitern von Läden gewisser Nobelketten. Es ist geradezu absurd, die Preise jener Waren mit den Löhnen deren Mitarbeiter verglichen zu sehen. Und auch Pflegekräfte fallen unter einen anständigen Lohn und das, obwohl die Preise für Pflege nicht mehr aufzuhalten sind. Das sollte Thema sein!

faz.net/Mindestlohn: Ökonomen kritisieren Linke-Wahlversprechen, 21.06.09

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