Endzeitstimmung

Endzeitstimmung
Es ist wohl der in hohem Maße evident gewordene „Nihilismus“ („Philosophus Mansisses“). „Todessehnsucht“ ist wohl kein falscher Begriff. Die Ansteckung mit HIV unter Schwulen, oder auch unter Drogensüchtigen (das kommt vielleicht noch), ist die dafür geeignete Ausdrucksform. Die Misshandlung von Kindern, vor allem auch zunehmend durch die eigenen Mütter, was ja auch u.U. was autoaggressives hat, fällt womöglich in dieselbe „Branche“. Es herrscht Endzeitstimmung, nicht erst seit der Krise, und gesellschaftliche Randgruppen, zu denen ja auch die Homosexuellen gezählt werden, neigen wohl am ehesten dazu, diese ausleben zu wollen, also sich nach dem Tod zu sehnen. Grund hierfür könnte sein, dass die vorgebliche Alternativlosigkeit des Kapitalismus – vor allem seit dem Untergang des Sozialismus – für bare Münze genommen wird. Gesellschaftlicher Fortschritt oder gar revolutionäre Veränderung erscheint nicht mehr glaubhaft, somit werden die Visionen düster, selbstzerstörerisch, und als Autoaggression ausgelebt.

faz.net/Sbsichtliche HIV-Infektion: Eine Art von Todessehnsucht, 18.04.09

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