Nicht terroristisch, nicht trade-unionistisch

Nicht terroristisch, nicht trade-unionistisch
„„Der Staat, eine einzige Misere. Ein alter ausgelatschter Schuh.“ Und doch müssen wir mit ihm gehen.““ Müssen wir das? Wie wär‘s mit einer Kritik am Staat, die über diesen hinausgeht. Brecht aufnehmend, Fassbinder fortsetzend. Nicht aber eines Fassbinders ohnmächtigen und stellenweise antisemitisch konnotierten Terrorismus‘ huldigend. Und auf einen nicht minder kleinbürgerlichen „Trade-Unionismus‘“ (von Lenin mit diesem Begriff solchermaßen glossiert), wie er in nicht wenigen Tatort-Sentenzen immer wieder zum Vorschein kommt, wenn auch als Post-Schimanski ein wenig intellektualisiert, nämlich das Prekariat verherrlichend, können wir auch verzichten. Das Proletariat ist längst nicht mehr nur Opfer. Je länger es dieses System duldet, wird es zum Teilhaber, wird es zum Täter. Das aufzunehmen, wäre der Auftrag an den deutschen Film.

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In Buch- und Filmkritik, Das Feuilleton und das Patriarchat veröffentlicht | 1 Antwort