Strukturelle Gewalt und Sexismus

Strukturelle Gewalt und Sexismus
@Preuss: Männer vergewaltigen wegen Überbevölkerung? Das ist exakt die chauvinistische Haltung, von der Frau Moon, wie ich glaube, gehofft hat, heute ausnahmsweise mal verschont zu werden. Doch der Verblendungszusammenhang zwischen Rassismus-Sexismus-Chauvinismus ist dem Patriarchat eingeschrieben. Aber dass es ausgerechnet in von weißen Herrenmenschen so furchtbar heimgesuchten Ländern wie Indien und Südafrika zu solch Exzessen der männlich-chauvinistischen Gewalt kommt, unter Farbigen, das ist das sprichwörtlich Böse an der Ironie. Diese Gewalt ist natürlich auch ein Reflex auf erlittene Gewalt. Die Opfer werden zu Täter. Wer wüsste das nicht. Aber auch diese psychologische Erklärung greift zu flach. In Indien und in Südafrika haben wir es mit Regionen zu tun, in denen es großen Teilen der Bevölkerung unmöglich ist, ihrem Elend – auch dem ob des Bildungsmangels – zu entkommen. Krasse Klassen- wie Bildungsunterschiede, also die allgegenwärtige strukturelle Gewalt, sind der beste Nährboden für Sexismus.

faz.net/aktuell/gesellschaft/kriminalitaet/nach-vergewaltigungstod-aufschrei-in-suedafrika

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In Krise des Kapitals veröffentlicht | 1 Antwort