Pragmatisch und „entgrenzt“ – die Borderline-Persönlichkeit

Pragmatisch und „entgrenzt“ – die Borderline-Persönlichkeit
Eine Gesellschaft, die nicht ganz pragmatisch den alternativlos einfachsten Weg geht.“ Aber doch genau in dieser Gesellschaft leben wir doch! Hören wir nicht beinahe täglich wie alternativlos mal der Kapitalismus, mal der Euro, mal die Unterstützung der Taliban, dann wiederum ihre Bekämpfung sei? Und wurde nicht noch bis gestern ein sog. gemäßigter Islam in Ägypten, dann wiederum ein weniger gemäßigter „Antiislamismus“ in Libyen, bzw. in Syrien gegenüber dem iranischen Mullahregime verteidigt, während das „gemäßigte Syrien“ beste politische Beziehungen eben zu diesem Mullahregime unterhält? Ich kenne persönlich keine einzige Tageszeitung – online oder nicht –, die da einer nicht pragmatischen Linie folgen würde. Heute so, morgen so, je nachdem man das Kapital pfeifen hört, schallt es diesem zurück. Das ist das politische Dilemma in Bezug zur Tageszeitung ganz generell. Die Online-Ausgabe macht da keinen Unterschied zu. Sie hat nur den Vorteil, dass ob der unbegrenzten Speicherzeit das endlich mal über längere Zeiträume hin verfolgt, also nicht so schnell vergessen werden kann.

Ich bin übrigens nicht der Meinung, dass der Narzissmus noch das aktuelle Grundschema der gestörten Persönlichkeit ist, weder in individueller noch in gesellschaftlicher Hinsicht.
Der „entgrenzte Mensch“, die Borderline-Persönlichkeit, scheint mir typischer, ergänzt durch das „autistische Spektrum“.

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