„Ich möchte lieber nicht“

„Ich möchte lieber nicht“
Eine merkwürdige Kritik, die uns ihren Standpunkt nicht verrät. Wird hier nun der Marxismus gefordert, oder heraus gefordert? Geradezu hinterhältig der Versuch, uns eine Geschichte der Linke zu präsentieren – von der reformistischen Sozialdemokratie bis hin zu all den Spielarten des kleinbürgerlichen Sozialismus, die dann auch irgendwie mit dem Namen Trittin verbunden sind. Eine „linke“ Geschichte, die uns da weiß macht, dass es den Marxismus als Wissenschaft, als wissenschaftliche Antwort auf die offenen Fragen der aktuellen Geschichte, nicht gibt. Ohne sich mit auch nur einer auseinanderzusetzen. Wahr ist, der Marxismus ist zur Ware verkommen. Eine unbeschreibliche Boshaftigkeit gegenüber Marx höchstpersönlich. In jedem Ramschladen wird er angeboten. „Geiz ist geil“ – auch hier. Doch Marxisten sind nur die, die diese Angebote ausschlagen und mit Zizek antworten: „Ich möchte lieber nicht“ (Die Parallaxe). Doch gegen all die – die sich nun womöglich zu Unrecht angesprochen Fühlenden: Der Marxismus lebt nur, indem er weiter entwickelt wird. Als dass er weiter entwickelt wird. Einem „untoten“ Kapital den lebenden (nicht belebten!) Marx gegen stellen. Das ist die Aufgabe der Zeit.

faz.net/krise-des-buergertums-auch-die-linken-haben-nichts-geahnt-29-8-2011

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Ein Trackback

  • Von Rentner oder Rentier? am 13. Februar 2012 um 22:29 Uhr veröffentlicht

    […] oder Rentier? Unsere Politiker scheinen in einer anderen Welt zu leben, in ihrer eigenen. Wo ein Ex-Linker das Volk gemahnt, jenes, dass da gerade durch Massenentlassungen und nicht mehr hinnehmbaren […]

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