Vorauseilender „embedded journalism“

Vorauseilender „embedded journalism“
Wo sich hartnäckig das Gerücht hält, dass jenes Londoner Attentat, was da dem Islamismus angelastet wird, in Wahrheit der Unterstützung des britischen Kriegsengagements – an der Seite der USA – gedient hat, könnte man jetzt noch die Version hinzufügen, dass das „Murdock-Imperium“ dabei Pate gestanden habe. Im Sinne quasi eines vorauseilenden „embedded journalism“. Wie auch immer: die Wahrheit werden wir wohl nie erfahren. Nicht in diesem Leben. Dass die Durchsetzung einer gewissen politischen Linie einen Massenmord rechtfertigen könnte, erfährt vielleicht jetzt die Ergänzung, dass auch zugunsten fetter Schlagzeilen „Kollateralschäden“ vertretbar sind. Doch bleiben wir beim „Gewissen“. Nicht bei jenem „vor dem Herrn“, oder gar vor dem „Souverän“, dies definitiv nicht, nein, bei gewissen Fakten. So hat Schmidt-Eenboom in „Undercover“ schon vor Jahren nachgewiesen – unwidersprochen nachgewiesen, größtenteils jedenfalls -, dass Journalismus, zumindest in Deutschland, vielseitig verstanden sein kann. Wo da z.B. zu lesen ist, wie Journalisten vom BND für ein (sogar erfolgreiches) Attentat auf einen „Doppelagenten“ im Afghanistankrieg angeheuert werden. Und dass ein MI6 nicht gerade „zimperlich“ agiert, das bedurfte wirklich nicht der Bestätigung durch dessen Chef.

faz.net/britische-abhoeraffaere-die-neuigkeiten-der-welt-07-07-2011

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2 Trackbacks

  • Von Diplomatische Geste am 3. April 2013 um 22:17 Uhr veröffentlicht

    […] den deutschen Sicherheitsdiensten, zum Beispiel zum BND, als dieser noch in Pullach residierte (auf Schmidt-Eenbooms Enthüllungen sei verwiesen), verpasst dieser Partei nie erlebte Schwingungen. Dass für mich diese […]

  • Von Die bürgerliche Nomenklatura befindet sich in ihrer schwersten Krise am 8. August 2013 um 15:36 Uhr veröffentlicht

    […] eben gerade auch der deutschen Geheimdienste desavouiert. Seit Schmidt-Eenbooms „Klassiker“ „Undercover“, wissen wir längst wie gerade der BND in der Inlandsspionage tätig ist. Allerdings benutzt er […]

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