Nur das Kapital spricht mit „einer Stimme“

Nur das Kapital spricht mit „einer Stimme“
„Es ist zwingend notwendig, dass die Nationen und Völker der Welt mit einer Stimme sprechen.“ Als wenn die Völker je mit einer Stimme hätten sprechen können. Seit das arabische Öl nach Europa fließt, gibt es allerdings schon „eine Stimme“, die des Kapitals. Und dieses Kapital fand immer einen Weg gerade die blutrünstigen Regimes zu unterstützen, bei allen Differenzen, die es innerhalb des Kapitals gibt. Wenn es sein musste, wurde da auch mal nachgeholfen. Man wird uns jetzt mit galoppierenden Öl- und Benzinpreisen das Fürchten lernen und uns „sturmreif schießen“, aus allen Medien quasi. Am Ende wird das der Vorwand für die letzte aller Optionen sein, die längst schon ins Auge gefasste. Das Kapital wird auf das Öl nicht verzichten. Nicht für alles auf dieser Welt. Die Scheichs haben ausgedient, die Scheichs können gehen. Nun wird man krampfhaft nach einem Instrumentarium suchen, welches die Kontrolle über das Öl ermöglicht. Keine Volksrevolution wird das verhindern. Es sei denn, die vereinigte Kraft aller arabischen Massen. Es rächt sich jetzt, den Ausstieg aus der Ölindustrie verschleppt zu haben. Die Energiekosten werden jetzt ein Maß überschreiten, wie wir es bisher noch nicht gekannt haben. In der Tat: diese Revolution wird die Welt erschüttern.

faz.net/Libyen: Eine letzte Offensive von Gaddafis Truppen?, 24.02.2011

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