Die „Zehn-Prozent-Grenze“ – bei den fest Beschäftigten

Die „Zehn-Prozent-Grenze“ – bei den fest Beschäftigten
„Vielen konnten wir neue Angebote machen, von einigen mussten wir uns aber trennen.“ Also nur ein „normaler Arbeitgeber“ für gute Zeiten, in schlechten werden dann die „französischen Verhältnisse“ eingeführt, wird das „betriebswirtschaftliche Risiko“, also wie gewöhnlich auf die Zeitarbeiter verlagert, bzw. sozialisiert, über die Kasse der Arbeitenden – dem Kurzarbeitergeld. Ja, Sie sind wirklich ein ganz normaler Arbeitgeber, ein ebensolcher Meister der Sprache, Herr Dinges. Der „Schutz der Stammbelegschaft“, das ist ein zweischneidiges Schwert, denn erstens ist er teuer erkauft – zu Lasten des Lohnniveaus auch bei der Stammbelegschaft schon – und zweitens spaltet er die Belegschaft zudem, belastet als auch zukünftige Arbeitskämpfe, und damit das zukünftige Lohnniveau auch, bzw. die Rechte der gesamten Klasse. Wer diesen Schutz in Anspruch nimmt, akzeptiert eine weitere Klasse, unterhalb der Klasse der Lohnarbeit. Und genau darin liegt der Hund begraben, nämlich im diesbezügl. Chauvinismus innerhalb der arbeitenden Klasse. Nicht reformiert, abgeschafft, gehört die Zeitarbeit. Spätestens in der nächsten Krise wird sich diese Wahrheit bitter manifestieren, nämlich wenn die 10-%-Grenze erreicht sein wird – bei den fest Beschäftigten.

http://www.faz.net/Zeitarbeit:„Ohne Mindestlohn droht ein Chaos“,06.04.2010

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