Landesverrat am Hindukusch

Landesverrat am Hindukusch
Es ist purer Chauvinismus, der sich hier pazifistisch geriert (siehe auch:“Eine Linke, die Sie begrüßen“): die Afghanen seien es nicht wert, dass ein Deutscher sein Leben für sie lasse. Das vergiftet jede wirklich ernstgemeinte antimilitaristische Position, wie sie bedauerlicherweise eben nicht von der Partei „Die Linke“ ins Feld gebracht wird. Vergessen wir doch bitte nicht, dass dieser Feind – Taliban – vor allem auch von den Deutschen, dem BND, in Pakistan aufgebaut wurde, damals, wo es galt, gegen den „kommunistischen“ Feind, eine islamische Front aufzubauen. Dass daraus „bad soldiers“ wurden, ist wohl so eine Art Kollateralschaden. Diese Laus den Afghanen wieder aus dem Pelz zu holen, wäre eine Ehrenpflicht auch der deutschen Armee, wenn diese nicht so unerträglich unehrlich wie hochnäsig daherkäme, mit ihrem „Kampf für den Frieden und Demokratie“. So sieht es nun aus, dass die Afghanen letztlich doch allein gelassen werden, mit diesen Taliban, und zusätzlich noch diese ausländischen Armeen zu ertragen haben. Unfähige Armeen zu alledem noch. Armeen, die offen darüber nachdenken, die Taliban, die gemäßigten natürlich, wieder in die Regierung zu holen. Das ist, nicht nur militärisch besehen, eigentlich Landesverrat, auch gegenüber Deutschland, wo doch unsere Freiheit angeblich am Hindukusch verteidigt werde.

faz.net/Afghanistan: drei deutsche Soldaten bei Gefecht getötet, 23.06.09

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2 Trackbacks

  • Von Alte Pfade am 9. Juli 2009 um 20:14 Uhr veröffentlicht

    […] der Pazifismus – auch der eines Walsers – ist ihm dabei behilflich (siehe auch meinen Leserbrief „Landesverrat am Hindukusch“, bzw.: […]

  • Von Die Politik und ihr Abgesang am 12. Juli 2009 um 21:11 Uhr veröffentlicht

    […] Militärs, können wir gleich sagen: Ablegern westlicher Geheimdienste, resp. des CIA und BND, und solche nun haben Mitarbeiter einer französischen Staatsfirma in die Luft gejagt, weil sie […]

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