Nur der US-Präsident bietet „Rechtssicherheit“ – in Sachen EU

Nur der US-Präsident bietet „Rechtssicherheit“ – in Sachen EU
Was soll’n se machen, diese Freiheitlichen? Nicht erst seit der Mövenpick/von Finckspende wird darüber gewitzelt, dass sie die Lobbypartei schlechthin seien – die der deutschen Wirtschaft. Doch stimmt das nur insofern, als dass diese Wirtschaft wiederum am Gängelband der US-Wirtschaft geführt wird.Und wie könnte da jemand in Sachen Euro mehr „Rechtssicherheit“ bieten als die USA selber? Nicht erst durch die Enttarnung eines US-Maulwurfes erfuhr die Welt, wer in Europa das Sagen hat. Oder hat noch jemand Fragen bzgl. des Rechtes eines US-Präsidenten, als dieser die Europäer ultimativ in jenes Griechenland-Banken-Rettungspaket hinein presste – mit einem Anruf? Ja selbst nach seiner großdeutschen Wiedergeburt – Anno 89 – scheint das Deutsche Kapital nicht mehr und nicht weniger als Juniorpartner zu sein. Shareholder – im günstigsten Fall, Untertan seiner Majestät, der US-Regierung, sprich: der US-Banken („Der Albtraum der deutschen Bourgeoisie“) wohl im Alltagsgeschäft. Selbst in dem Krieg, an dem sie nicht Teil genommen haben wollen, die Deutschen, haben sie den ungeliebten Freund/lieben Feind logistisch unterstützen müssen. Ist es ein Wunder, dass US-Diplomaten die deutsche Politik sozusagen von ihrer intimsten Seite her kennen (wollen)?

faz.net/Debatte in der FDP: Westerwelle: „Bin keiner, der bei Sturm von Deck geht“, 13.12.2010

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In Krise des Kapitals veröffentlicht | 3 Antworten