Aufgehübschter Kapitalismus

Aufgehübschter Kapitalismus
Das Credo der Marktwirtschaft blamiert sich durch staatlich subventionierte Preise. Und Löhne sind auch Preise. Der Preis für die Ware Arbeitskraft. Und der Vertuschung dieser Blamage gilt die ganze auch medial inszenierte Aufmerksamkeit. Denn wo diese Preise staatlich festgelegt sind, fragt sich der Bürger: wozu dieses Theater? Wofür das Eigentum an Produktionsmitteln? Ist nicht das damit verbundene Risiko des Eigentümers der eigentliche Motor dieser Wirtschaftsordnung? Das Geheimnis seiner „Alternativlosigkeit“? Gleich ob mit Hartz-IV-Aufstockungen, oder via Subventionen aus Brüssel – ein solcher Kapitalismus wirkt aufgehübscht. Die Schwäche dieses Kapitals kommt nur deswegen nicht zum Vorschein, weil ihm auf der gegenüberliegenden Seite, auf der Seite der Arbeit, ein mindestens ebenso schwacher Kontrahent begegnet. Einer, der um Mindestlöhne bettelt. Mal ganz abgesehen davon, dass mit 8,50 €/Brutto/Std. das Hartz-IV-Niveau kaum überschritten sein dürfte.

faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/teure-koalitionsplaene-1-8-millionen-arbeitsplaetze-stehen-auf-dem-spiel

www.pdf24.org    Sende Artikel als PDF   
In Krise des Kapitals veröffentlicht | 2 Antworten