Der „elendige“ Zustand der deutschen Philosophie
Den hervorragenden Kritiken meiner Vorredner wäre noch hinzu zu fügen, dass bei der Umstellung von der „Enteignung auf die Spende“, allein die Tatsache, dass eigentlich nur der sog. Mittelstand (der Mittelstand, der sich seiner Steuerschuld nicht entziehen kann) im wesentlichen die Steuerlast schultert, eine definitive Blamage des bürgerlichen Staates mit sich bringen würde. Mal abgesehen davon, dass Herr Sloterdijk hier galant das Thema wechselt, müsste er vermutlich doch dann für sein Gehalt betteln gehen. Im Übrigen ist Proudhons „Diebstahlsphilosophie“ von den Sozialisten nicht antizipiert. Marxens antiproudhonsche Polemik gegen das „Elend der (deutschen) Philosophie“ scheint mir hingegen immer noch hochaktuell. So halte ich auch eines Herrn Prof. Honneth Gegenentwurf für nicht minder kritikwürdig. Ich verweise auf meine Beiträge unter: faz.net. Bewegt sich doch die deutsche Philosophie wohl noch immer in jenem proudhonschen „elenden“ Zustand. Meine Erläuterung, warum ich diesen für antisemitisch halte, wurde von der FAZ unverständlicherweise nicht freigeschaltet, wäre aber nachzulesen in meinem Blog (googeln! googeln!, gemeint ist: Wohin treibt der Konflikt der bürgerlichen Klasse mit den „Schlechtergestellten“?).
faz.net/Sloterdijk antwortet – Das elfte Gebot: die progressive Einkommenssteuer, 27.09.09