Unglaubhaft, vieles

Unglaubhaft, vieles
Bezüglich der Rolle der Geheimdienste kommt man wohl kaum an Gerhard Wisnewskis „Das RAF-Phantom“ vorbei, in deren Kontext ja auch die Morde an Herrhausen und Rohwedder gesehen werden. Buback kommt dem sehr nahe. Seiner These hingegen, bzgl. der „Stasi“, scheint er selber nicht zu trauen, von Baum bekräftigt. Eher anzunehmen ist, dass miteinander – auch konkurrierend – verbandelde – Geheimdienste wirkten. Das Beispiel „Italien“ zeigt auch den hochprovokativen Charakter gewisser Aktionen, Aktionen die dem Linksextremismus zugeschrieben, aber letztlich auf womöglich Rechtsextreme mit Geheimdienstverbindungen zurück gehen. Das werden wohl die „Fäden“ gewesen sein, an denen auch die RAF hing. Die Metamorphose eines RAF-Anwalts wie die Mahlers macht doch deutlich, dass diese RAF nicht unbedingt für eine authentische Linke zu stehen hat, mal abgesehen von ihren schwachen theoretischen Grundlagen (Stadtguerilla) und semantischen Extravaganzen (Schweinesystem). Tragisch vielleicht das Schicksal einer gewissen Meinhof, eines immerhin EX-KPD-Kaders (Ditfurth). Mag es Verzweiflung ob der Schwäche der Linke (Meinhof), oder Verirrung (Bader), bzw. Provokation (Mahler/resp. Geheimdienste) sein, entschuldbar ist nichts, nur unglaubhaft, vieles.

faz.net/ Buback-Mord bei „Anne Will“: Diese Erkenntnis erschüttert alles, 23.11.09

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