Die Entlassungsproduktivität und die Lohnnebenkosten

Die Entlassungsproduktivität und die Lohnnebenkosten
Spätestens mit dem Begriff der „Entlassungsproduktivität“ wird deutlich, wie die Kosten für die Noch-Beschäftigten mit denen der Nicht-mehr-Beschäftigten zusammenfallen. Auch der Begriff der industriellen Reservearmee gehört hierein, denn diese macht Druck auf die Lohnkosten, so wie sie auch die Konkurrenz unter den Beschäftigen,wie Nichtbeschäftigten – den Arbeitslosen – erhöht. Produktivitätssteigerung wird unter diesen Bedingungen immer eine Erhöhung der Ausbeutung mit sich bringen, ist also nicht alleine der besseren Technik geschuldet. Natürlich versucht das Kapital diese Kosten zu sozialisieren, um den Profit aus den Entlassungen perfekt zu machen. Im Interesse der Arbeitenden ist es daher, die Kosten erstens bei dem Kapital zu belassen, und sei es auch nur zum Teil, wie bisher als „geteilte Lohnnebenkosten“, und diese zumal möglichst hoch zu halten, selbst zu dem Preis, dass auch der eigene Anteil an diesen Nebenkosten hoch gehalten werden muss, denn das sichert am nachhaltigsten Arbeitsplätze. Es dämpft die Lust auf solche „Entlassungsproduktivität“, wie es auch die Konkurrenz unter den Beschäftigten mildert. Und genau darum wird dieser Kampf nun geführt, welcher somit Klassenkampf ist, im Interesse der ganzen Klasse nämlich.

faz.net/Gesamtmetallchef Kannegiesser: Metallbetrieben wird Kurzarbeit zu teuer, 23.12.09

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