„Was Tun?“

„Was Tun?“
Bezüglich der politischen Tendenz ihrer Ansichten genügt ein Blick auf den Werdegang von Nietzsche über Thatcher bis hin zu Pinochet. Komplizierter ist es aber in Bezug auf ihre eigentlichen philosophischen Quellen, die sich nicht so ohne weiteres als kompatibel erweisen, in Bezug auf westliche, sprich: moderne Demokratien. Ihr „Egoismus“ ist eine Vision aus dem russischen utopischen Sozialismus. Nikolaj Tschernyschewskijs utopischer Liebesroman „Was Tun?“, wo der Held der Geschichte aus „lauterem Egoismus“ die Liebe seines Lebens glauben ließ, dass er sich selbst gemordet habe, damit sie frei von ihm sei für die Liebe ihres Lebens, prägte eine „ganze Generation russischer Revolutionäre“, so zumindest meinte dies Lenin, und was ihn prompt dazu anregte, sein Werk „Was Tun?“ so zu benennen. Während dieser Egoismus aber die einen dazu anregte, das bewusste, das „revolutionäre“, Subjekt (in „Was Tun?“) als Triebkraft der Geschichte zu entdecken, ein jenes, das sich im Klassenkampf vom spontanen – „automatischen“ (Marx) – Subjekt emanzipiert, welches da nur die Vorgaben der Geschichte erfüllt, treibt es die anderen von einem Abenteuer in das andere. Kapitalismus und Sozialismus zeigen sich darin als die 2 Seiten einer Medaille, den nicht identischen.

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In Arbeit und Kapital, Wissenschaft & Philosophie veröffentlicht | 2 Antworten