Sich politisch waschen, ohne sich den Pelz nass zu machen

Sich politisch waschen, ohne sich den Pelz nass zu machen
Richtig, im Namen des Antikommunismus konnten die faschistischen und nationalkonservativen Eliten so weiter machen. National sein war bei diesen Leuten nie out, nur so kann man auch das ungehinderte Wirken eines Franz Josef Strauß begreifen. Bekannte er sich nicht offen zum „deutschnationalen“? Der Widerstand wurde ein zweites Mal in den Untergrund gedrängt, schließlich und endlich gar mit einem KPD-Verbot. Eine Ulrike Meinhof hätte es vermutlich nie zu einer RAF gedrängt, wenn sie nicht als illegale KPDlerin soviel Wut und Zorn aufgestaut hätte, soviel Zynismus hatte ertragen müssen um dann selber dem Zynismus zu erliegen. Den Antifaschisten, die im deutschen Volk nach dem 2. Weltkrieg definitiv die kleinste Minderheit waren, war das alles bekannt. Und jeder der es wissen wollte, konnte es, aber er musste widerständige Zeitungen lesen, verbotene schließlich. Nun kommt man daher mit solch angeblichen Enthüllungen, die angesichts dieser bisher so konsequent betriebenen Verleugnung nichts anderes sind als wohlfeile Entlastung und Täuschung. Der Feind, der von links, kann damit nichts mehr anfangen, er ist zu schwach, nun kann man ans beichten gehen, auch und gerade um der Welt zu zeigen, wie man sich politisch wäscht, ohne sich den Pelz nass zu machen.

faz.net/NS-Verstrickung des Auswärtigen Amtes:Die Zielmarke „Endlösung“ war sehr früh erkennbar, 24.10.2010

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In Arbeit und Kapital, Krise des Kapitals veröffentlicht | 2 Antworten