Halbseidener bürgerlicher Antifaschismus, oder: Der Schoß ist fruchtbar noch!

Auch dieser antifaschiste Beitrag wird von der FAZ nicht gesendet. Sie tut sich schwer mit dem Kampf gegen den Faschismus, diese Zeitung für „kluge Köpfe“. Kaum ein Beitrag, den ich nicht wenigstens zwei mal posten musste, manchmal drei mal. Starte einen zweiten Versuch. Auch der 2. Versuch fruchtet nicht, starte einen 3. Versuch! – Lasse den Hinweis am Schluss auf die Quelle weg, mal sehen.
Auch der 3. Versuch war sinnlos. Das zeigt wie halbseiden der bürgerliche Antifaschismus ist.

Der Schoß ist fruchtbar noch!
„„Deutschland habe zu Beginn der zwanziger Jahre „im Osten die Grenze zu weit aufgemacht. Die Inflation hatte viele Juden angezogen, die sich zu einer Großmacht entwickelt hatten.““Auch wenn das jetzt nun ganz sicherlich als bösartige Überinterpretation abgetan werden wird, aber da gibt es doch gerade eine echte Parallele zu. Wieder mal ist es eine Minderheit, diesmal eine mehr religiöse als rassische (obwohl auch diese „türkisch und arabisch“ konnotiert sein soll), für die Deutschlands Grenzen offenbar „zu weit aufgemacht“ worden sind. Nicht wahr, Herr Sarrazin? Ganz sicher hat man auch damals gewusst, wie man das möglichst so begründet, dass es formaljuristisch wie ethisch unangreifbar gewesen sei. Wer will sich schon darüber beschweren, wenn da jemand behauptet, dass da die Grenzen zu weit aufgemacht worden wären. Es darf schließlich mal gesagt sein, nicht wahr, gewisse Leserkommentatoren? Man sollte sich im Klaren darüber sein, dass das offenbar die typisch deutsche, nämlich feige, Art ist, eine Dreistigkeit in Harmlosigkeit zu verpacken. Wohl wissend, dass es da Leute gibt, die solchen Worten entsprechende Taten folgen lassen. „Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch“ (Bert Brecht, Kriegsfibel, 1955, zit. nach: warsinski.de/wir/rechte_gewalt)!

faz.net/Das Auswärtige Amt und der Holocaust: Die drängende Sorge, überflüssig zu werden, 30.10.2010

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In Aktuelles, Arbeit und Kapital veröffentlicht | 3 Antworten