Den „Kristallpalast“ unterirdisch verlegen

Den „Kristallpalast“ unterirdisch verlegen
Die Bourgeoisie höchstpersönlich gibt sich die Ehre und besichtigt die Front, von der Perspektive einer Hardthöhe aus, selbstredend. Wir werden sie wohl weiterhin hinter den Barrikaden, oder sollte es heißen vor den Barrikaden?, vermissen. Das machen die bezahlten Gewährsleute für sie. Jetzt fehlt mir nur noch Sloterdijk, ihr Hofnarr, pardon: Hausphilosoph, zu ein, um dem Ganzen seine höhere Weihe zu verleihen. Vielleicht spendet er sogar mal was für (was er bei seiner Steuererklärung dann aber ganz sicher nicht vergessen wird abzusetzen). Wie könnte man das Projekt denn nennen, Herr Sloterdijk? Vielleicht: die Verlegung des Kristallpalastes unter die Erde. Damit er von den modernen Vandalen nicht als solcher so schnell erkannt werden kann. Oben kann man dann ein paar ärmliche Hütten drauf setzen, die den Anschein erwecken, als wäre da die Meute schon durchgezogen. Die geplanten 500 Millionen wären sowieso sinnlos verpulvert gewesen, bzw. dem Steuerzahler aufgedrückt worden.

faz.net/Neue Unterstützerriege: Manager ergreifen Initiative für „Stuttgart 21“, 05.11.2010

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In Arbeit und Kapital veröffentlicht | 3 Antworten