Die Falle der Entropie

Die Falle der Entropie
@Rabe: Der Witz an der Finanzwirtschaft ist gerade der, dass diese angetreten ist „Ordnung“ ins Kapital zu bringen, den Geldumlauf im Verhältnis zum Warenumsatz kontrolliert zu halten. Die Krisen lehren uns „immer wieder“ (leider erlaubt uns das Kapital nur ein Kurzzeitgedächtnis), dass aber gerade diese Finanzwirtschaft der wichtigste Motor für eine kapitalistische eben chaotische Ordnung ist. Ich sehe da auch die Falle der Entropie. Die Wandlungsmöglichkeiten sind wohl begrenzt doch im Prinzip kaum berechenbar, denn die kapitalistische Wirtschaft ist kein idealer Würfel. Zins und Zinseszins und noch mal Zinseszins, gleich einer geometrischen Wissenschaft, so will der Bourgeois seine Wirtschaft verstehen. Doch so wenig wie eine Monsterwelle als lineare Gleichung berechnet werden kann, so können auch Zeit und Tiefe eines jenes Absturzes berechnet werden, der die Folge solch spekulativer Gewinnerwartungen ist, und welcher selber nur auf einem Missverständnis der Kategorie „Mehrwertrate“ als Profitrate, resp. Zinsgewinn beruht. Denn, um mit Marx zu sprechen: „Je entwickelter…das Kapital,… umso furchtbarer muss es die Produktivkraft entwickeln, um sich nur in geringem Verhältnis zu verwerten.“ („Grundrisse“, Marx-Engels Werke Bd. 42)

faz.net/Amerikanische Notenbank:Milliarden Dollar für die Hausse, 06.11.2010

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In Arbeit und Kapital, Wissenschaft & Philosophie veröffentlicht | 3 Antworten