Herren und Sklaven

Herren und Sklaven
Für gewisse Personen herrscht tatsächlich Gleichberechtigung, ja gar Überrepräsentanz. Und während ein Westerwelle vielleicht für ein Absurdum der patriarchalischen, ergo: frauenunterdrückenden Männerwelt stehen mag, so steht eine Schwarzer ganz sicherlich für die Logik einer solchen. Definitiv ist die „Penetration“ im Patriarchat zur sexuellen Waffe verkommen. Nichtsdestotrotz ist der soziale Kampf der Klassen wie auch der der Geschlechter kein sexueller, gar ein politischer mit anderen Mitteln. Die Homosexualität, die es unter dem Homo Sapiens vermutlich immer schon gegeben hat, aber eben anders, vergleichbar vielleicht mit den eigentlich wenig amourös funktionierenden „Praktiken“ bei den Bonobos, wo diese nämlich als sozialer Kitt, vermutlich auch zwischen gleichen Geschlechtern, praktiziert wird, wurde unter dem Patriarchat ein ebenso sexuelles Unterdrückungsmittel. Man lese Bornemanns „Patriarchat“ und erfahre wie schon die Altmeister dieser Praxis, die Griechen der Antike, zwischen den aktiven und den passiven Homosexuellen unterschieden. Die einen waren die Herren, die anderen die Sklaven, und so ist es geblieben. Nicht wahr, Frau Schwarzer?

faz.net/Feminismus:Alice und der wunde Punkt, 21.11.2010

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