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Wie weit man gehen kann
Es fragt sich, was die Deutsche Bank da eigentlich macht? Macht sie auf Finanzgeschäfte oder auf Politik? Schon Ackermann war ein politischer Kandidat, einer, der Deutschland nach dem Fiasko mit Herrhausen wieder an die Seite des amerikanischen Finanzkapitals zu bringen hatte. Kopper und Breuer waren da ja wohl nur die Zwischenlösung. – Wenigstens bis alle Welt den immer noch ungeklärten Mord an Herrhausen vergessen hat. Dass Ackermann sich am Ende nicht lange zierte – bei Maybrit -, diesen Mord, wenn auch nur indirekt, doch der Konkurrenz anzulasten (und eben nicht der RAF – nach der offiziellen Lesart!), könnte darauf hinweisen, dass in der Politik – auch und gerade im Verhältnis zu den USA – neue Wege versucht werden. Nur welche? Goldman-Sachs ist der Seniorpartner der Deutschen Bank und damit wäre auch diese Bank – und damit Deutschland – wieder fester Teil des US-Finanzkapitals. Kann man es sich leisten, diesen mächtigen Partner zu düpieren? Oder steckt gar eine völlig ausgekochte (US-) Intrige dahinter? Spielt man da mit Worten, um die Bevölkerung zu irritieren, oder um heraus zu bekommen, wie weit man gehen kann? Prüft man gar, inwieweit die Großen im Finanzgeschäft unangreifbar geworden sind? Wo wäre da der Staatsanwalt, der den Ackermann hierzu befragt?
faz.net/Axel Weber: Eine Schamfrist würde den Wechsel erschweren, 10.02.2011