Alternativlose Ordnungsmacht

Alternativlose Ordnungsmacht
In Syrien war schon einmal die arabische Revolution beendet. Durch die Franzosen und die Engländer, die sich ihren Scheich hinter dem Rücken des kämpfenden Volkes eingekauft haben, und infolge das Erdöl gleich mit. Die Araber waren geprellt. Ihr Blut war für sie umsonst vergossen. Auch die Türkei, als der Rumpf des osmanischen Reiches, sollte solchermaßen „arabisiert“ werden. Dass das nicht gelang, war natürlich nicht zuletzt einem Mustapha Kemal zu verdanken, der eine Zeit lang die Gunst der bolschewistischen Revolution zu nutzen wusste, dann aber dem Westen zu beweisen hatte, was für ein famoser Antikommunist er doch ist. So ließ er die Kommunisten meucheln, beendete den an den Armeniern schon begonnene Völkermord, meuchelt in Folge auch das kurdische Volk und erstritt sich so seine Eintrittskarte in das imperialistische Weltsystem. Als Vasall des Kapitals, nicht als dessen gleichberechtigter Verbündeter. Die Türkei hat heute nicht mehr die Kraft zu einer selbständigen Militäraktion. Sie ist der Kettenhund eines westlichen Kapitals. Dennoch ist Syrien die letzte Grenze zum revolutionären Arabien, die vor allem der Iran nicht passiert gesehen haben möchte. Die Türkei wahrscheinlich auch nicht. So handelt der Iran derzeit als Ordnungsmacht, alternativlos.

faz.net/Iranische Schiffe im Suezkanal: Provokation im Rahmen des Rechts, 22.02.2011

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