Folgendes lese ich kürzlich in einem Blog, der sich „Fact-Fiktion“ nennt: „Das ist bisher der dümmste und niederträchtigste Kommentar, den ich gefunden habe“; und weiter, nachdem der komplette Kommentar dann von mir da wiedergegeben war: „Von einem Herold Binsack, der ein perverser Drecksack ist“. Nicht dass mir nicht genügend Dummheit begegnet wäre, aber in der Kombination mit dieser Frechheit, doch noch nicht all zu oft. Folgende Antwort habe ich hinterlassen. Ich befürchte aber, auch diese wird er nicht verstehen:
@Mercy: Ganz offensichtlich haben Sie die bittere Satire in meinem Kommentar gar nicht verstanden. Das ist umso bedauerlicher, da Sie ihn komplett kopiert haben, aber offensichtlich nicht gelesen.
An alles kann man denken, nur nicht an Ignoranz.
Mit freundlichen Grüßen
Eine Art historische Gerechtigkeit
In der Tat. Daran habe ich dieser Tage auch schon gedacht. Mit Japan begann alles, mit Japan endet es. Eine etwas mythisch aufgeladene Interpretation vielleicht, dennoch eine nicht ganz falsche. Gerade die Gelassenheit der Japaner, schon im Angesicht des Massensterbens, damals in Hiroshima und Nagasaki, wie aber jetzt in der ihr langsam wohl dämmernden Katastrophe – schon der Begriff „Der größte anzunehmende Unfall“, ist eine geradezu noch empathische Umschreibung dessen, was eigentlich als Verbrechen zu denunzieren wäre -, verstärkt das Drama, auch und gerade im Bewusstsein der „Zuschauer“. Vielleicht mit ein Grund, warum selbst nicht wenige Konservative dieser Tage ins Grübeln kommen. (Die FAZ.net ist dafür ein passendes Format.) Mal abgerechnet all jene, die an diesem Geschäft immer noch zu verdienen hoffen. Es ist diese merkwürdige Trauer in den Gesichtern von Menschen, die man meist nur lächeln sieht. Vielleicht ein Vorurteil gegenüber einer uns fremden Mimik. Doch nicht ohne Wirkung, gerade nach dort, wo die Kernspaltung erfunden wurde. Ja! Japan könnte es begraben, das Atomzeitalter, mit all den Opfern. Und genau darin bestünde eine Art historische Gerechtigkeit, wenn auch eine schreckliche.
faz.net/Atomenergie: Ein Zeitalter wird beerdigt, 17.03.2011