Sexismus ist mitnichten legaler Bestandteil des erotischen Spiels

Sexismus ist mitnichten legaler Bestandteil des erotischen Spiels
Sind es nicht gerade die Übergriffe besonders mächtiger Männer, die das Thema sozusagen heiß halten? Wie anders sollte man eine solche Debatte denn beginnen, wenn nicht mit den Enthüllungen eben genau dieser Übergriffe? Wenn ein Putin also sich über die Potenz eines wegen massiver sexueller Übergriffe nun sogar verurteilten israelischen Staatsmann amüsiert, ein Berlusconi mit seinem Bunga-Bunga nun dreist kokettiert, oder eben ein einflussreicher deutscher Politiker eine junge Journalistin offen sexistisch attackiert. Das sind ganz klar nur die Spitzen der Eisberge, dennoch die „besten“. Sie zeigen den Zusammenhang zwischen Macht und Sexismus. Entlarven sie doch die Unbelehrbarkeit des „Herrenmenschen“, des Chauvinisten. Und selbst wenn Frauen Sexisten sein sollten, ist Sexismus ideologischer Bestandteil des Patriarchats, unleugbarer Ausdruck einer männlich konnotierten Klassengesellschaft. Und nein: Sexismus ist mitnichten legaler Bestandteil des erotischen Spiels, sowenig wie Vergewaltigung.

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In Das Feuilleton und das Patriarchat, Krise des Kapitals veröffentlicht | 1 Antwort