Teil des Leibes der Frau

Teil des Leibes der Frau
Die hier zu verfolgende Scholastik ist wirklich bedrückend. Da diskutieren im 21. Jhd. moderner Zeitrechnung erwachsene Menschen immer noch so, als wären wir 12. Jhd. So als gäbe es die ganze Moderne nicht. Was haben wir da stehen? „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ (Art. 1 GG). Hat die Frau keine Würde? Soll sie, gleich mit welchen Argumenten ein Kind austragen, das man ihr mit Gewalt angetan hat? Und wissen wir nicht, wie dramatisch solche Mutter-Kind-Beziehungen oft sind? Wollen wir Mutter wie Kind dies wirklich zumuten? Jede Wette darauf, dass, wenn Männer die Kinder austragen würden, die Absurdität solcher Diskussionen längst erkannt wäre. Es geht Kirche wie Gesellschaft immer noch darum, der Frau nicht das Recht zuzugestehen, über sich selbst, will heißen: über ihren Körper, zu verfügen. Ganz richtig, einer hat es hier gesagt: der Fötus ist Teil des Leibes der Frau, solange er nicht unabhängig von diesem Leib existieren kann. Zu pfeifen ist auf eine Ethik, die das anzweifelt.

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In Das Feuilleton und das Patriarchat, Krise des Kapitals veröffentlicht | 2 Antworten