A-souveräner Umgang mit dem Thema Gewalt in der Gesellschaft

A-souveräner Umgang mit dem Thema Gewalt in der Gesellschaft
Was mir aufstößt, ist diese rein psychologisierende, völlig individualisierte, ergo: unpolitische Systematik in der Fragestellung. Keine Frage nach der gesellschaftlichen Relevanz der offenbar auch persönlich erfahrenen Gewalt. Schließlich ist Rösler ein Politiker und nicht nur ein Privatmensch, nicht nur ein Opfer, sondern u. U. gar „Täter“, resp. politisch Verantwortlicher. Das zeigt wie a-souverän das grüne Blatt mit diesem hochaktuellen Thema „sinnlose Gewalt“, rassistisch motivierte Gewalt, sexualisierte Gewalt, strukturelle Gewalt, politische Gewalt, die Gewalt der Staatsmacht und jener damit einhergehenden Ohnmacht umgeht. Der Ohnmacht aller Beteiligten, selbst der Täter. Stichwort: Borderline-Strukturen in der Gesellschaft. Wir diskutierten es hier in der FAZ. Die TAZ scheint sich selber entpolitisiert zu haben. Zu keiner Gesellschaftskritik mehr befähigt. Und damit dürfte ihr ein Schicksal à la FR blühen, früher oder später.

faz.net/aktuell/feuilleton/medien/kritischer-journalismus-bei-der-taz-die-falschen-fragen

www.pdf24.org    Sende Artikel als PDF   
In Krise des Kapitals veröffentlicht | 1 Antwort