Die Pervertierung nicht nur der „Liebe (zum Kind)“

Die Pervertierung nicht nur der „Liebe (zum Kind)“
Wer Bornemanns „Das Patriarchat“ liest, dem wird klar, wie sehr drei Begriffe heute synonym verwandt werden, die sich dazu aber nicht eignen: Eros, Sexualität und Liebe. Die (antike) Liebe zur „Weisheit“ – wie „Schönheit“ –, also der griechisch-antike Eros, befreit um die Sexualität, als „platonische Liebe“, wegen mir, ließe sich noch als Projekt auch der Befreiung der Sexualität lesen. Die von mir in der „Gewaltdebatte“ schon aufgezeigten „Borderline-Strukturen“, dominieren auch und gerade die Sexualität in der Gesellschaft. Doch wo im Kontext der „nicht-befreiten Sexualität“, also innerhalb jener von „Borderline-Strukturen“ beherrschten Gesellschaft, die Förderung einer sog. „erotischen Intelligenz“ blockiert wird, da helfen auch die Vorbilder aus der Antike nicht weiter. Immer noch teilen wir uns mit dieser die Klassengesellschaft und damit auch die Gewaltphantasien. Und diese sind es, die nicht nur unser Staatswesen pervertieren (Stichwort: Leviathan), sondern letztlich auch die Liebe (zum Kind).

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In Das Feuilleton und das Patriarchat, Krise des Kapitals veröffentlicht | 2 Antworten