Die Mythen des Kapitals und das „notwendige Phantasma“ des bürgerlichen Subjekts

Die Mythen des Kapitals und das „notwendige Phantasma“ des bürgerlichen Subjekts
Man muss wohl Anglo-Amerikaner sein, um zu verstehen, warum hier etwas auf den „Neo-Liberalismus“ als Begriff gebracht wird, was dem kapitalistischen System im Ganzen von Beginn an innewohnt. Die zugespitzte Polemik gegen das neo-liberale Subjekt, oder hier: neo-liberale Selbst – vermutlich dasselbe meinend wie Subjekt, allerdings aus einer psychologisierenden Sicht –, behindert die Kritik der Politischen Ökonomie des Kapitals als Kritik auch an dessen Ideologie. Marx betitelte die Ideologie des Subjekts des Kapitals nicht von ungefähr als ein „notwendiges“ Phantasma. Ein nicht hintergehbares innerhalb des bürgerlichen Klassenstandpunktes. Die „Kritik der Politischen Ökonomie“ lüftet die Mythen des Kapitals, indem es sich aber auf einen anderen Klassenstandpunkt stellt – auf den der ausgebeuteten Klasse. Doch diesen Standpunkt auf die Höhe der modernen Wissenschaft bringend, und damit allen ideologischen Spielarten des Kapitals eine revolutionäre Ideologie und Theorie entgegensetzend.

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In Arbeit und Kapital, Krise des Kapitals, Wissenschaft & Philosophie veröffentlicht | 2 Antworten