Die sexuelle Ausbeutung und Unterdrückung ist von der Klassenunterdrückung nicht zu trennen

Die sexuelle Ausbeutung und Unterdrückung ist von der Klassenunterdrückung nicht zu trennen
Der größte Fehler der Grünen besteht nicht darin, dass sie sich nicht offensiv genug von solchen Fehlern distanzieren, sondern, dass sie diese Fehler nicht innerhalb eines erneuten Diskurses von Sexualität und Klassengesellschaft aufarbeiten. Die sexuelle Revolution der 68er-Bewegung wäre heute wieder angesagt. Nie wurde der Geschlechterkrieg so scharf geführt wie heute. Und man kann es auch so sehen: Die Unterdrückung des Klassenkampfes rächt sich im Geschlechterkrieg. Doch von den Grünen solches zu erwarten, wäre wohl eine Illusion. Denn gerade der Skandal um die Pädophilie zeigt den hedonistisch-bürgerlichen Charakter dieser Partei und deren Politik. Ob im Rahmen einer angeblichen oder wirklichen Reformpädagogik, wie in der Odenwaldschule oder einer Eliteschule wie Kloster Ettal, ob in Heimen oder Priesterseminaren, ob unter der Obhut der eigenen Eltern, die Kinder die da missbraucht werden, leiden unter der Gewalt derselben bürgerlich-patriarchalen Gesellschaft, wie die Frau in der bürgerlichen Ehe.

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In Das Feuilleton und das Patriarchat, Krise des Kapitals veröffentlicht | 3 Antworten