Die „Würde“ des Abstrakten

Die „Würde“ des Abstrakten
Das ist doch das Letzte, diese Art von Kritik. Nicht dass eine Frau Will, oder gar solche Talk Shows nach meinem Geschmack wären, nur aus Versehen zappe ich da vielleicht mal rein, aber sie sind auch eine Art „Stimme des Volkes“. Genau so oder so ähnlich werden Steinmeier und „Konsorten“, wenn ich diese Abwertung eines „Genre“ mal übernehmen darf, auf den Stammtischen gehandelt, mehr oder weniger mit gutem Recht und auch schlechten Absichten, warum nicht? Seit wann ist ein „Politiker“ ein unantastbares Wesen? „Die Würde des Menschen“ – und damit ist jeder Einzelne als ein konkreter Mensch gemeint, soweit er sich nicht gegenüber der Gattung Mensch vergreift oder dieser gegenüber sich überhebt – ist allerdings nicht anzutasten. – Auf die „Gattung“ wird hier rekurriert, aber sie ist nicht gemeint. Ein Politiker, gleich wer er ist, oder wie er heißt, steht da ganz anders da, nämlich im Fokus jeder Kritik, auch einer solchen, die im umgekehrten Falle als „menschenverachtend“ betitelt werden dürfte, denn tatsächlich: ein Politiker darf da nicht mit Gleichem reagieren. Er hat die Würde des (Wahl-)Volkes im Zweifel höher einzuschätzen, als seine eigene, denn seine, als die eines Politikers, steht für ein Abstraktum nicht für ein Konkretum.

Direkt, direkt!
@hoffmann: So direkt hätte ich es nicht gesagt, aber Sie meinen es richtig! Habe das an anderer Stelle (so ziemlich nahe am Außenministerium) auch mal gesagt, aber doch umschwungener. Das Schlimme: Das juckt dort niemand!

faz.net/Steinmeier bei Will: Die Würde des Kanzlerkandidaten ist antastbar, 08.06.09

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